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Get Even - Vorschau

Mindfuck vom Feinsten

Vorschau Video Ulrich Wimmeroth

Survival-Horror, Ego-Shooter oder Puzzle-Game mit Psycho-Story? "Get Even" lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken und bietet eine ureigene Spielerfahrung. Was wir in den Katakomben einer Irrenanstalt erlebt haben und warum ihr das Spiel des polnischen Entwicklers The Farm 51 unbedingt auf eurer Watchlist haben solltet, erfahrt ihr jetzt.

Ich finde mich zu Beginn von "Get Even" in der Ego-Perspektive wieder, in der Rolle eines Privatdetektivs mit dem Namen Mr. Black, der mit Pistole und Smartphone durch die verwinkelte Räume eines zerfallenen Gebäudekomplexes schleicht. Mein Ziel: Ein Mädchen retten, das von einer Gruppe schwer bewaffneter Söldner entführt wurde und nun mit einer Bombe am Körper in einem Kellerraum sitzt. Wer die Frau ist, wer die Gegner sind und vor allem, wer ich eigentlich bin, das erfahre ich bis zum Ende der Sequenz, das als gelungenes Tutorial fungiert, nicht. Ich schalte Feinde mit Schüssen oder hinterrücks mit Überraschungsangriffen aus, nutze mein Smartphone als Empfänger für Satellitenbilder, die mir eine Karte der zahlreichen Räume auf den Bildschirm zeichnet, empfange mysteriöse Nachrichten und kann sogar eine Wärmebildkamera auf dem Handy aktivieren, die mir den Standort von Geheimtüren und Gegnern anzeigt. Anscheinend bin ich kein einfacher Feld-, Wald- und Wiesenermittler, sondern verfüge über eine hervorragende Ausbildung und habe Zugriff auf modernste Spionage- und Militärtechnologie. Das klingt jetzt alles nach einem Standard-Ballerspiel mit ein paar eingestreuten Schleich-Elementen und 0815-Story, entwickelt sich aber nach einem unerwarteten und geradezu bombigen Finale des Anfangsszenarios zu einem echten Mindfuck mit Survival Horror-Einschlag.

Screenshot

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