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Gaming-Tastatur Logitech G410 Atlas Spectrum - Test

Liebe auf den ersten Klick

Hardware: Test Ulrich Wimmeroth

Massive Bauweise, kleine Abmessungen: Das stabil konstruierte Leichtgewicht spart sich den Nummerblock und passt so prima in jeden Rucksack. Mit dem Modell G410 zielt der Schweizer Hardwarehersteller Logitech auf die Gamer-Gemeinde ab, und liefert ein hochpräzises Eingabewerkzeug, das auch für professionelle Zocker bestens geeignet ist.

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Logitech bezeichnet das aktuelle Modell G410 Atlas Spectrum als eine Tournament-Tastatur. Geeignet für professionelle und semi-professionelle Einsätze bei LAN-Partys und Online-Turnieren. Dort, wo es auf Sekundenbruchteile ankommt, um den Gegner in kompetetiven Spielen wie „League of Legends“, „DOTA 2“ oder „Counterstrike“ vom virtuellen Schauplatz zu fegen. Die clever geschrumpfte Variante des, bereits seit längerem erhältlichen, Modells G910 Orion Spark, rationalisiert mal eben den Nummerblock weg. Tenkeyless, heisst der dazu passende hippe Anglizismus. Verzichtet wurde auch auf designtechnischen Schnick-Schnack und ausufernde Handablageflächen. Lediglich auf der linken Seite befindet sich eine dezente Handballenauflage, die Rechte gehört ja eh immer auf der Maus. Das Resultat ist eine extrem kompakte Abmessung von 185,2 x 390,5 x 35,5mm. Gut ein Drittel kleiner, als das Modell G910 aus der Gamingabteilung der Schweizer Hardwaremanufaktur. Und mit gerade mal 830 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Das sorgt für gleich zwei angenehme Effekte: Erstens lässt sich das G410 problemlos in jedem gängigen Rucksack stecken, und es ist immer noch genug Platz für das persönliche Headset und die liebgewonnene Gewinner-Maus. Zweitens wird auf dem Schreib- oder Turniertisch logischerweise weniger Fläche von der Tastatur eingenommen. Das sorgt für eine entspannte Haltung der Hände zueinander und ausreichend Platz für weitausholende Mausbewegungen. Auch auf engstem Raum.

Sparformat, aber nicht Sparausstattung

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Da es sich prinzipiell um die gleiche Bauweise wie bei dem grossen Bruder G910 handelt, wurde hier wirklich nur in den Abmessungen gespart. Unter der Haube ticken die gleichen Logitech-exklusiven Romer-G-Switches des Spezialisten Omron. Die mechanischen Drücker lösen bereits bei einer Anschlagsdistanz von knappen 1,5mm aus und sorgen so dafür, dass die Tastaturbefehle, – natürlich abhängig von der persönlichen Reaktionszeit – die möglicherweise entscheidenden Zehntel schneller ankommen, als bei der Hersteller-Konkurrenz. Erfreulich: Trotz mechanischer Bauweise, bleibt euch die Geräuschkulisse aus gewöhnungsbedürftigem Klickern und Klappern der Tasten erspart, ohne komplett auf ein notwendiges akustisches und haptisches Feedback zu verzichten. Bedingt durch notwendige Einsparung von Tasten, finden sich nur wenige Zusatzfunktionen auf der Tastatur. Eine rudimentäre Steuerung, bei der sich über die Funktionstasten F9 bis F12 Start, Stopp, Vorlauf und Rücklauf einer Medienwiedergabe steuern lassen, sowie ein Knopf mit der Bezeichnung Spielmodus. Hier hat sich Logitech was bei gedacht, denn mit einem Tastendruck können die Funktionen anderer Bedienelemente aushebelt werden. Beispielsweise die Funktion der Windows-Taste, die das Betriebssystem durch ein versehentliches Drücken nach vorne auf den Bildschirm holt. Und das unter Umständen mitten im heissen Gefecht. Ärgerlich.

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