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Gamester spielt Ghost Recon: Wildlands

Starker CoOp-Openworld ohne taktische Finessen

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Bolivien, was ist aus Dir geworden? In «Widlands» der grösste Kokainproduzent der (virtuellen) Welt! Der Einfluss des berüchtigten Santa-Blanca-Kartells hat das Land in einen Drogenstaat verwandelt, in dem Gesetzlosigkeit, Angst und Gewalt herrschen.

Die legendäre USA-Eliteeinheit «Ghost» soll die Allianz zwischen Kartell und korrupter Regierung destabilisieren und brechen.

Dies geschieht in einer riesigen offenen Spielwelt. Hier gibt es unzähliges zu entdecken! Und die opulente Optik sorgt mitunter mit realistischen Tag- und Nachtwechsel sowie toller Weitsicht dafür, dass Ihr in diesem Kriegsgebiet doch irgendwie wohl fühlt. Einzig die teils hölzernen Animationen sind nicht up-to-date. Und: Die guten englischen und deutschen Sprecher haben doch sehr viel Lockerroom-Talk im Gepäck.

Der Spieler erkundet mit bis zu drei menschlichen Mitstreitern zu Fuss oder mit den über 60 Fahrzeugen wie Autos, Flugzeuge, Boote die virtuelle Welt. Die Fahrzeuge steuern sich alles sehr arcade lastig.

Auch das Waffenarsenal ist beachtlich: Sammelt über 50 Waffen mit mehr als 100 Zubehörteilen (aufrüstbar). Das Zubehör ist auf der übersichtlichen Karte verteilt – man weiss, was man erhält.

Solisten erhalten von der guten CPU via radialem Menü Unterstützung. Dennoch: Dieses Spiel ist definitiv auf CoOp ausgelegt (ab zwei Spieler hat man keine CPU Unterstützung mehr) – hier hat es seine Stärken. Es macht unheimlich Laune, das Drogenkartell von unten nach oben auszumerzen, Zwischenbosse zu eliminieren und dabei taktisch vorzugehen. Obwohl: Taktik ist nicht sonderlich gross geschrieben, sprich kein Muss. Man kann sich ergo gegenseitig anstacheln, Leute gezielt als Sniper einsetzen, das Spiel gibt hier aber keinerlei Klassen oder Restriktionen vor. Jeder kann alles machen.

Dank RPG-Elementen levelt Ihr Euch stufenweise auf. Mit Ressourcen und XP schaltet Ihr eine der zahlreichen besseren Fähigkeiten frei (individuell, Gadgets, Teamfähigkeiten).

Klar anzumerken ist: Hier bekommt Ihr kein klassisches «Ghost Recon», das mag Serienfans enttäuschen. Von einem Taktikshooter ist «Wildlands» weit entfernt, auch die KI ist zu schwach und die Missionen repetitiv.

Dennoch will ich nicht negativ abschliessen, denn im CoOp macht dieses Game Anfängern wie Profis richtig Laune. Dies liegt an dem schnellen, einsteigerfreundlichen Auflevelsystem, den teils unerwartet witzigen Aktionen wie CPU-Autostaus, der einfachen, dennoch vielseitigen Handhabung eingebettet in toller Open-World-Optik. (raf)

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