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Gravity Rush 2 - Test

Federleicht ins neue Jahr

Test Video Joel Kogler getestet auf PlayStation 4

Bereits 2008 erschien auf Sonys Handheld, der Vita, der Geheimtipp "Gravity Rush". Trotz den eher mässigen Verkaufszahlen der Vita wurde "Gravity Rush" bei Kritikern und Gamern mit offenen Armen empfangen. Kein Wunder also, dass 2016 für die Playstation 4 "Gravity Rush Remastered" erschien, um eine breitere Zielgruppe zu erreichen. "Gravity Rush 2" verspricht auf der soliden Vorlage des Vorgängers aufzubauen und dessen Fehler auszugleichen. Gleichzeitig soll das Spiel umfangreicher und grösser werden.

In den Fussstapfen von Marvel

Auch in "Gravity Rush 2" schlüpfen wir in die Haut von Kat, der gutgelaunten, verfressenen Anime-Superheldin. Durch ihren mysteriösen Katzenbegleiter Dusty kann Kat die Gravitation in ihrem Umfeld kontrollieren. Die Handlung setzt dabei direkt am Ende des ersten Teils an. Ein Gravitationssturm hat Kat und ihren besten Freund Syd aus ihrer Heimat gerissen und im Minendorf Banga angespült. Hier muss Kat zunächst ohne ihre Kräfte klar kommen und sich in der fremden Umgebung einleben. Als dann jedoch ihre Katze Dusty ebenfalls auftaucht, schlüpft Kat erneut in die Rolle einer Superheldin, um ihre Freunde vor der Bedrohung durch die finsteren Nevi zu schützen. Erzählt wird die Geschichte passend durch Comics und eher selten durch Zwischensequenzen. Die Standbilder der Comics sind jedoch so detailverliebt, dass man sich schnell daran gewöhnt, dass das meiste der Geschichte per Text erzählt wird. Die Figuren sind allesamt interessant und haben Charakter, schade nur, dass die Missionen diesen Vorteil nicht haben.

Screenshot

Nach einem extrem langsamen Start öffnet sich das Spiel dann endlich, sobald wir die ausladende Hafenstadt erreichen. Diverse Distrikte sind von Anfang an frei begehbar, bieten aber erstaunlich wenig zu entdecken. Nur nach und nach wird die Welt um uns herum mit Missionen und Herausforderungen gefüllt. Die Hauptmissionen unterscheiden sich von den Nebenaufgaben leider kaum und sind selten mehr als Botengänge. Diese sind zudem oft unnötig in die länge gezogen, nicht selten beschwert sich sogar unsere Spielfigur über die unnötige Hin- und Her-Rennerei. Erst nachdem die doch sehr aussergewöhnliche Gravitationsmechanik gemeistert wird und wir fliessend durch die bunte Stadt gleiten, schweben und springen, zeigt das Spiel sein volles Potential, ironischerweise macht dann aber das freie Erkunden der wunderschönen Spielwelt deutlich mehr Spass als die Missionen.

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