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Gravity Rush 2 - Test

Federleicht ins neue Jahr

Test Video Joel Kogler getestet auf PlayStation 4

Comic zum Anfassen

Bereits der Vorgänger hatte mit dem Cell-Shading-Look überzeugt, auch wenn die Spielwelt etwas zu sehr auf Brauntöne setzte. Auch "Gravity Rush 2" kann den Bildschirm geradezu mit einfarbigen Landschaften fluten. Doch der grösste Teil des Spiels wechselt sich in wunderschön gezeichneten Landschaften ab. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt die Welt auch deutlich lebendiger, der Hafen ist voller Händler und Touristen, links und rechts heben gewaltige, fliegende Frachter ab, alles davon frei begehbar. Dank der wechselnden Gravitation gibt es auch aus allen Winkeln etwas zu entdecken. Die Unterseite der fliegenden Inseln verstecken allerlei Geheimnisse und wer sich traut, in den Abgrund unter der Stadt zu springen, der wird neue Gebiete entdecken. Die Viertel der Stadt sind zwar teils von Wolken verdeckt, sind jedoch alle frei begehbar und bieten jeweils ihre eigene Farbpalette und Stimmung.

Screenshot

Technisch läuft das Spiel zwar solide, setzt aber rein von den Texturen keine neuen Massstäbe. Vielmehr wird hier mit brillantem Design gearbeitet anstatt mit purer Grafikpower. Ebenfalls stilistisch ist der Ton, lediglich die seltenen Zwischensequenzen sind voll vertont (in Japanisch mit Untertiteln). In den Comics werden zwar Zwischenrufe vertont, der grösste Teil ist aber Text. Die Musik untermalt das malerische Geschehen auf dem Bildschirm jeweils gekonnt und kann sowohl meditativ sein, als auch nervenaufreibend.

Fazit

"Gravity Rush 2" ist vor allem eines: Mehr "Gravity Rush". Wer den Vorgänger gespielt und gemocht hat, sollte hier sofort zugreifen. Für Neueinsteiger empfiehlt sich jedoch auf jeden Fall erst die kostenlose Demo aus dem PSN-Store zu spielen. Zwar wurden viele kleine Verbesserungen vorgenommen im Vergleich zum ersten Teil, jedoch bleiben die Missionen träge und repetitiv und der Schwierigkeitsgrad niedrig. "Gravity Rush 2" ist kein Hardcore-Spiel, sondern eine Reise in eine verzaubernde Welt, voller wunderschöner Szenerien. Mit dem direkten Genrevertreter "Infamous" kann die japanische Superhelden-Geschichte jedoch spielend leicht mithalten.

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