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Nacon Revolution Pro Controller - Test

Alles im Griff?

Hardware: Test Video Ulrich Wimmeroth

Die Nutzung des Pro Controllers von Nacon ist die beste Voraussetzung, dass ihr beim PS4-Gaming unschlagbar werdet. So lautet zumindest die vollmundige Werbeaussage des E-Sport-affinen Zubehörherstellers. Wir haben uns den Revolution einmal genauer angeschaut und können eine hohe Qualität und sinnvolle Zusatzfunktionen bescheinigen. Sind allerdings auch auf ein paar befremdliche Designentscheidungen gestossen.

Vor ein paar Wochen haben wir euch ja bereits den schicken Razer Raiju vorgestellt, waren aber im Endeffekt von der teuren Edelhardware nicht vollends zufrieden gestellt. Als weiterer, von Sony hochoffiziell lizenzierter, PS4-Controller für kompetitiv ambitionierte Gamer ist aktuell der "Revolution Pro Controller" von Nacon erschienen. Wenn euch der Name nicht viel sagt, bei Nacon handelt es sich um eine Marke, unter der der Zubehörgigant Big Ben Interactive bislang vornehmlich E-Sport-taugliche PC-Hardware vertreibt. Beispielsweise das günstige, aber durchaus gute, Gaming-Keyboard GK-500, welches wir vor einiger Zeit schon getestet haben. Aber genug der Vorrede, packen wir das gute Stück einmal aus.

Elite für die PS4

Screenshot

Wären da nicht die ikonischen Kreuz, Dreieck, Viereck und Kreistaste sowie das markante Touchfeld und die PS-Taste, auf den ersten Blick könnte der "Revolution Pro" mit seinen versetzten Analog-Sticks, extragrossen Action-Tasten und dem schräg rechts unterhalb des linken Stick gelegenem 8-Wege-Steuerkreuz auch ein klassischer Xbox-Controller sein. Offensichtlich haben sich die Designer für ein Hybrid-Layout aus Dualshock 4 und Xbox One Elite entschieden, um den Markt für Oberklasse-Controller mehr Diversifikation zu verschaffen. Keine schlechte Idee, empfinden wir die asynchrone Stick-Stellung und besonders die unterschiedliche Grösse und Gummierung - der linke Stick ist kleiner und hat eine konkave, der rechte, grössere, Stick eine konvexe Grifffläche - als haptisch äusserst angenehm. Das Steuerkreuz erlaubt, im Gegensatz zu dem "Razer Raiju", problemlos diagonale Bewegungen und die beiden Trigger und Standard-Schultertasten quittieren jeden Druck mit einem satten Klickgeräusch. Zusätzlich befinden sich an der Unterseite vier weitere Tasten, die mit M1 bis M4 bezeichnet sind und frei mit Makros belegt werden können. Im Vergleich zu den Paddles des Controller-Tuners "Scuf", sind die Zusatzdrücker recht klein ausgefallen, lassen sich aber nach einiger Eingewöhnungszeit zielsicher bedienen. Was fehlt ist die typische Lichtleiste der PS4-Controller und der eingebaute Lautsprecher.

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