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Nier: Automata - Test

Perfekt und dennoch menschlich

Test Giuseppe Spinella getestet auf PlayStation 4

A brave new World

Einige Spielsektionen übernehmen Spielelemente anderer Genres. So gibt es immer wieder mal Bullethell-Shooter-Sektionen, in denen die Perspektive sich ändert und ihr dank eurem "Schiff" Lasers abfeuert, um Unmengen an Gegner abzuknallen. Wiederum kommt es manchmal zu regelrechten 2D-Platforming-Sektionen, in denen ihr von Plattform zu Plattform springt. Dieses Flirten mit anderen Spielgattungen kennen wir schon vom ersten "Nier". Wir finden dies recht mutig für ein Action-Rollenspiel und schätzen die ungewöhnlichen Spielsektionen als gelungene Abwechslung. "Nier: Automata" hat eine Semi-Open-World. Die Stadtruinen dienen euch als Basis und von dort aus erreicht ihr die anderen Areale. Von Sandwüsten bis hin zu verlassenen Vergnügungsparks gibt es viel zu sehen. Das Erforschen der Gegenden ist angenehm, weil 2B so flink ist. Ganz zu schweigen davon, dass sie selbst auf Tiere reiten kann. Falls ihr noch nie ein driftendes Wildschwein gesehen habt, könnt ihr euch auf was gefasst machen!

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Immer wieder trefft ihr auf andere Maschinen und könnt zahlreiche Nebenmissionen annehmen. Die meisten Nebenmissionen sind gut gelungen und zeigen euch verschiedene Facetten der Spielwelt und ihrer Bewohner. Insgesamt bereichern sie das Spielerlebnis auf sinnvolle Weise, auch wenn einige etwas repetitiv sind. Optional sind auch das Fischen und das Jagen nach bestimmten Gegnern. Dadurch lässt sich etwas Kohle verdienen. Eure Waffen können natürlich auch verbessert werden. In "Nier: Automata" gibt es immer etwas zu tun!

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Speziell finden wir auch, dass ihr die «Leichen» anderer Spieler antreffen könnt. Ist ein Spieler irgendwo gestorben, können andere Spieler die Überreste seines Androiden finden und womöglich seine zurückgelassene Nachricht lesen. Zudem könnt ihr seine Überreste nach Items plündern, ihn reparieren und ihn somit kurzfristig als Kampfgefährte einsetzen oder für ihn beten. Fast wie in "Dark Souls" bleiben eure Erfahrungspunkte und einige Chips an dem Ort, wo ihr zuletzt gestorben seid. Sterbt ihr woanders, bevor ihr sie zurückerlangen könnt, sind sie für immer verloren.

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