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PES 2016 - Vorschau

Wenn die Sonne sich plötzlich zur Sturmflut wandelt

Vorschau Benjamin Kratsch

„PES 2016“ ist richtig schön schmutzig. Nein nicht schmutzig wie ein Porno, sondern mit herrlich verschwitztem Neymar, verdrecktem Ball, aufspritzendem Wasser beim Sprint. Die neue dynamische Wetterengine wurde eigentlich für Kojimas „Metal Gear Solid 5“ entwickelt, doch auch den Fussball-Virtuosen steht sie sehr gut. „PES 2016“ – Mega-Preview.

v. Ryan Southardt / Benjamin Kratsch

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Fussball, König aller Sportarten. Als ich „PES 2016“ zum ersten Mal so richtig intensiv spiele, denke ich daran, warum der Ballsport eigentlich so beliebt ist und bewundert wird. Die Antwort: weil es dazu nicht viel braucht, nicht viel mehr als ein paar Freunde, das runde Leder und etwas, das sich als Tor definieren lässt. Früher waren das gerne mal Schulranzen, heute bestehen die Kästen der Keeper aus Aluminium. Doch egal ob Vorstadt-Kickerplatz oder Multimillionen-Dollar-Stadium, was bleibt ist der grosse Effekt des Wetters. Fussballer sind echte Männer und echte Frauen. Sie brauchen keine überdachten Arenen, gekickt wird genauso bei 35 Grad im Schatten wie Schnee. Bei Sonne pur oder brutalem Regen und dem wird jetzt auch das neue „Pro Evolution Soccer“ gerecht. Nicht umsonst hat sich das japanische Entwicklerteam Hilfe von Kojima Productions geholt, Konamis neuen Engine-Göttern. Wer es in „Metal Gear Solid 5“ so richtig schön regnen und stürmen lassen kann, der kann das auch in „PES 2016“.

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Und natürlich hat das nicht nur Auswirkungen auf die Optik, so das Turbo-Schönling Ronaldo die Haare um die Ohren fliegen oder David Louis’ Mähne klatschnass herunterhängt. Es ändert vor allem das Spielgefühl und zwar so extrem, wie in Rennspielreferenzen, wie in Project Cars. Wo sich dort die Sicht verengt, fällt auch auf dem Platz das Taktieren und die Übersicht schwerer. Wo dort die Autos ins Schlingern geraten, rutschen beim Rasenschach die Ballkünstler aus, wenn sie aus vollem Sprint zum Schuss ansetzen wollen. Das Wasser spritzt richtig, wenn die Sportler auftreten, das runde Leder rollt schneller. Für das Animationsteam muss das eine Menge Arbeit gewesen sein, denn die Laufrichtung, der Antritt, das Stoppen ist natürlich bei starkem Regen und nassem Untergrund ganz anders. Ihr könnt ja mal bei Regen auf glitschnassem Rassen in den Sprint gehen und auf Punkt versuchen abzustoppen, das geht quasi nicht. Ihr werdet auch mit Stollenschuhen immer ein bisschen weiter gleiten.

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