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Roccat Kiro (Maus) - Test

Roccat Kiro: Zero oder Hero?

Hardware: Test Video Beat Küttel

Für eine Gaming-Maus einen dreistelligen Betrag ausgeben? Kein Problem in der heutigen Zeit mit ihren hochgezüchteten digitalen Nagern, die immer mehr Features mitbringen. Heute wollen wir uns aber auf ein doch deutlich im Einsteiger-Sektor angesiedeltes Modell konzentrieren. Mit einem Strassenpreis von 45 Franken gehört die “Roccat Kiro” eindeutig in diese Kategorie, muss aber gleichzeitig dennoch beweisen, dass sie mehr drauf hat als 20-Franken-No-Name-Mäuse. Wie sich die “Kiro” im GAMES.CH-Labor geschlagen hat und für wen sie sich eignet, erfahrt ihr in unserem Test.

Das erste, was einem beim Auspacken der "Roccat Kiro" auffällt, ist ihre eher geringe Grösse und die Tatsache, dass sie im Vergleich zu anderen Gaming-Mäusen mit sehr wenigen Tasten auskommt. Neben den Standardtasten (linke und rechte Maustaste sowie ein klickbares Mausrad) finden sich in der Standardkonfiguration lediglich 5 weitere Buttons, von denen ihr zwei aber wahrscheinlich noch nicht mal benutzen werdet. Es sind dies je zwei Tasten seitlich an der Kante sowie ein zusätzlicher Button unterhalb des Mausrads. Je nachdem ob ihr Links- oder Rechtshänder seid, werdet ihr aber nur jeweils die Tasten dort benutzen, wo auch euer Daumen ist, während die anderen beiden seitlichen Tasten nur dank mittelgrossen, ergonomiefeindlichen Verrenkungen zu erreichen sind und somit praktisch nicht genutzt werden.

Handling, Verarbeitung und Software

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Immerhin haben aufmerksame Leser hier schon bemerkt, dass die "Roccat Kiro" eine Maus ist, die auch für Linkshänder geeignet ist. Dank ihrer symmetrischen Bauweise passt sie nämlich in linke und rechte Hände gleichermassen, und da wie eingangs bereits erwähnt nicht nur die Form, sondern auch die Tastenbelegung symmetrisch ist, können Linkshänder für einmal erleichtert aufatmen. Allerdings nur dann, wenn sie nicht übermässig grosse Hände haben. Die "Kiro" gehört nämlich eher zu den kleineren digitalen Nagern. In kleine und normalgrosse Hände passt sie gut, wirkt auch dort aber schon nicht allzu wuchtig. Menschen mit grossen Händen dürfte die Roccat-Maus hingegen schlichtweg zu klein sein und auch von der Ergonomie her nicht mehr bequem in die Hand passen. Wer aber nicht zu dieser Gruppe gehört, der freut sich an der griffigen Textur an den Seiten, während die Oberseite wie bei vielen Mäusen glatt gehalten ist. Alles in allem gibt es diesbezüglich nichts zu kritisieren, in Sachen Griffigkeit, Optik und Qualität der Verarbeitung merkt man der “Kiro” nicht an, dass es sich um ein Produkt im unteren Preissektor handelt. Mit ihren 103 Gramm ist die kabelgebundene Maus zwar kein Schwergewicht, aber auch weit davon entfernt, sich wie ein billiges, fragiles Stück Schund anzufühlen.

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Ein nicht ganz alltägliches Feature, von dem wir bis jetzt noch gar nicht gesprochen haben, ist das modulare Design der Seitengriffe. Mit anderen Worten: Es lassen sich die Elemente auf der linken und rechten Seite der Maus austauschen. Da diese mittels Magneten befestigt sind, besteht im normalen Betrieb absolut keine Gefahr, dass ihr sie aus Versehen ablöst, aber bei Bedarf reicht ein kurzer Griff, um die Seiten-Elemente zu tauschen. Es ist dann auch für jede Seite je ein Element zum Wechseln im Lieferumfang inbegriffen. Die Form ändert sich dadurch zwar nicht gross, aber je nachdem habt ihr zwei oder gar keine Seitenbuttons. Ein an und für sich nettes Feature, allerdings bringen die mitgelieferten Ersatz-Elemente unseres Erachtens keinen wirklichen Mehrwert.

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Sehr wohl einen Mehrwert liefert hingegen die schon von anderen Roccat-Mäusen bekannte "Roccat Swarm"-Software. Diese ist dann auch einer der ganz grossen Pluspunkte, wenn man die "Kiro" mit noch günstigeren No-Name-Produkten vergleicht. Denn sie erlaubt euch unter anderem, verschiedene Sensitivitäts-Einstellungen vorzunehmen, darunter natürlich auch die DPI-Zahl. Die Abtastgenauigkeit kann dabei dank dem sogenannten "Overdrive"-Modus auf ansehnliche 4000 DPI geschraubt werden, wobei es sich dabei um eine technische Spielerei handelt, und das native Limit des Sensors bei 2000 DPI liegt. Des weiteren könnt ihr natürlich auch Tastenbelegungen zuordnen oder die Farbe der Mausbeleuchtung einstellen. Besitzt ihr daneben auch eine Roccat-Tastatur, könnt ihr die Beleuchtung dank der Software dank “Swarm” schön aufeinander abstimmen.

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