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Roccat Renga (Headset) - Test

Kleiner Preis, grosser Klang?

Hardware: Test Video Beat Küttel

Schnäppchen jagen mit Roccat? Das verspricht der Hamburger Hersteller von PC-Zubehör zumindest mit seinem “Renga”-Headset. Während andere Produkte im Portfolio oft im Premium-Sektor zu finden sind, was sowohl Qualität als auch Preis angeht, kostet das “Renga” nur etwa einen Viertel eines Highend-Headsets. An welcher Stelle ihr dafür Abstriche machen müsst, und ob sich ein Kauf dennoch lohnt, haben wir für euch in unserem Test herausgefunden.

Wenn man öfters mal mit Kopfhörern um die 200 (und mehr) Franken zu tun hat, und plötzlich ein 50-Franken-Headset in den Händen hält, ist die Skepsis erst einmal gross. Die Erwartung, dass entweder beim Material, der Verarbeitung, der Soundqualität oder gleich an allem gespart wurde, ist naheliegend. Zwar reicht die “Renga” letzten Endes nicht ganz an ihre “grossen Brüder” heran, schlägt sich im Grossen und Ganzen aber sehr wacker. Doch schön der Reihe nach.

Erster Eindruck und Verarbeitung

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Bevor wir herausfinden, ob das Headset den in der Produktbeschreibung angepriesenen “studiotauglichen Sound” auch wirklich liefern kann, schauen wir uns zuerst das Äussere etwas genauer an. Hier fällt zuerst auf, dass es sich um ein “open-ear”-Modell handelt. Die Leder-Cups umschliessen zwar die Ohren, doch sind seitlich auch Schlitze ersichtlich, welche einerseits dazu führen, dass der Sound eben nicht wie in richtigen over-ear-Kopfhörern sauber “eingeschlossen” ist und die Ohren somit nicht völlig von der Aussenwelt abgeschottet sind. Andererseits führt es aber auch dazu, dass Luft zirkulieren kann. In unserer Zeit mit dem “Renga” hatten wir dadurch jedenfalls nie Probleme mit schwitzenden Ohren, was neben der natürlichen Lüftung sicher auch mit dem wirklich geringen Gewicht von nur knapp über 200 Gramm zusammenhängt. Dafür muss man allerdings bei der Optik (zumindest aus unserer Sicht) einige Abstriche hinnehmen. Die Ear-Cups sind wie erwähnt teilweise offen und sehen zumindest in unseren Augen nicht besonders sexy aus, und auch der Bügel über den Kopf besteht nicht aus Hartplastik, sondern aus weichem, biegbarem Kunststoff, was das “Renga” schon nicht ganz wie ein Premium-Produkt aussehen lässt. Zwar hat das Headset unsere Testphase absolut unbeschadet überstanden, wie das aber bei monatelangem Dauereinsatz oder auch mal dem einen oder anderen Sturz auf den Boden aussieht, müsste ein Langzeittest zeigen.

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Am knallblauen Kabel ist eine Bedieneinheit angebracht, mittels derer ihr die Lautstärke verstellen, sowie das Mikro auf Wunsch stumm schalten könnt. Weitere Einstellungsmöglichkeiten, etwa für das Fine-Tuning von hohen Tönen, Bässen oder ähnliches sucht ihr allerdings vergebens. Apropos Mikro: Dieses lässt sich zurechtbiegen, und sofern ihr es gerade nicht benötigt auch hochklappen. Der Sound des Mikros war gemäss unseren Voice-Chat-Partnern dabei jederzeit klar, verständlich und unterbrechungsfrei, von dieser Seite gibt es also keine Beanstandung. Ebenfalls positiv herausheben darf man die Tatsache, dass das “Renga” sich problemlos an verschiedene Systeme anschliessen lässt. Über die altbekannten Anschlüsse für Kopfhörer und Mikro ist das Headset ruckzuck am PC angeschlossen, dank des mitgelieferten 3.5mm-Klinken-Adapter lässt es sich aber ebenso schnell und problemlos mit den Controllern aktueller Spielkonsolen wie etwa der PlayStation 4 oder auch dem überarbeiteten XBox One-Pad verbinden. Dasselbe gilt natürlich auch für jedes Smartphone oder Tablet, welches über den Standard-Kopfhöreranschluss verfügt. Wirklich sehr schön gelöst und toll, dass trotz des niedrigen Kaufpreises der Adapter auch gleich mitgeliefert wird.

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