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Roccat Ryos MK FX - Test

Wo Licht ist, muss nicht unbedingt Schatten sein

Hardware: Test Beat Küttel

Roccat hat in den vergangenen Jahren viele verschiedene Spitzenmäuse, Headsets und andere Peripherie auf den Markt gebracht. Dabei stechen die “Ryos MK”-Tastaturen ganz besonders hervor. Während viele Produkte jeweils nur ein Modell erhalten haben, wird die “Ryos MK”-Reihe seit einiger Zeit konsequent fortgesetzt. Der jüngste Sprössling in der Familie ist die “Ryos MK FX”, welche mit individueller Tastenbeleuchtung, hochwertigen Switches, umfangreicher Software sowie vielen der bekannten Tastatur-Tugenden von Roccat auftrumpfen will. Wir haben das Gaming-Monster getestet und verraten euch, ob es sein Geld wert ist.

Screenshot

Was einem beim auspacken des “Ryos MK FX” als erstes auffällt, ist seine enorme Grösse. Neben den schon an sich wuchtigen Ausmassen mit Zahlenblock und Extra-Tasten für Makros hat das “MK FX” wie seine Vorgänger wieder eine nicht abnehmbare Handballenauflage. Wir empfanden diese zwar als sehr angenehm, jedoch erreicht die Tastatur dadurch stattliche Masse von über 50x23cm bei einem Gewicht von 1.6 Kilogramm.

Ausstattung und Verarbeitung

Wer also nicht viel Platz auf seinem Schreibtisch hat, sollte erst noch einmal nachmessen, bevor er sich dieses Monster ins Haus holt. Wer es aber tut, den erwartet eine Tastatur, die mit so ziemlich allen Wassern gewaschen ist. Die “MK FX” ist derzeit ausschliesslich mit braunen Cherry MX-Switches erhältlich, die allgemein als die Allrounder-Switches gelten. Neben einer guten Alltagstauglichkeit (etwa zum Schreiben) taugen sie auch prima zum Zocken. Je nach Genre könnten aber die schwarzen Switches besser geeignet sein, da diese aufgrund des nicht “klickenden” Druckpunkt noch schnellere (mehrfache) Tastenbetätigungen zulassen, was zum Beispiel für MOBA- oder RTS-Zocker durchaus von grosser Bedeutung ist. Für alle anderen bietet die Tastatur aber eine einwandfreie Performance, während unseres Tests lief alles absolut problemlos, die Tasten fühlten sich “richtig” an und wir hatten auch nicht mit Ghosting oder dergleichen zu kämpfen. Gemäss Roccat sollen die Switches übrigens bis zu 50 Mio. Tastenanschläge aushalten, was ja doch für den einen oder anderen Zocker-Abend vor dem PC reichen sollte. Soviel also zum wichtigsten der ganzen Tastatur, nämlich dass sie ihre grundlegenden Aufgaben zuverlässig erledigt und sich dabei auch noch gut und ergonomisch anfühlt. Apropos Ergonomie: Neben der bereits erwähnten Handballenauflage gibt es noch hoch- und runterklappbare Füsschen um den Neigungswinkel der Tastatur zu verstellen, Gummiflächen, die der “MK FX” einen bombenfesten Halt auf dem Schreibtisch gewährleisten, sowie einen Kabelkanal, damit auch alles schön ordentlich ist. Zudem befindet sich oben links (in der Nähe der ESC-Taste) auch noch ein in die Tastatur integrierter Headset-Anschluss, in welchen ihr die Stecker für Kopfhörer und Mikrofon direkt einstöpseln könnt. Zudem verfügt die knapp 190 Franken teure Tastatur noch Serien-typisch über einige Zusatztasten, die auf einem Standard-Keyboard normalerweise nicht zu finden sind. Doch dazu mehr im nächsten Absatz.

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