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Shadow Tactic: Blades of the Shogun - Test

Taktisch, knifflig, gut

Test Video Martin Mayer getestet auf PC

Freunde von Echtzeit-Taktik-Spielen warten seit geraumer Zeit auf einem würdigen Erben zu Pyro Studios' Commandos. Mit dem jüngsten Werk des Müchener Studios Mimimi Productions hat das Warten ein Ende. Im historischen Japan ziehen wir wie in besten “Commandos”-Zeiten mit unserem Trupp los und komplex designten Missionen in unterschiedlichster Manier zu erfüllen.

Es war Jahr 1998 als „Commandos“ seines Siegeszug amtrat. Mit der Mischung aus taktisch anspruchsvoll Schleichaction, wobei die Action eher eine untergeordnete Rolle spielte, gelang dem spanischen Entwickler Pyro Studios ein Hit, dessen cleveres Spielprinzip nicht zufällig mehr als einmal kopiert wurde. Die erste Fortsetzung schlug in dieselbe Kerbe, der actionlastigen Fortsetzungen drei und vier waren nicht mehr als ein Schatten ihrer Vorgänger. Schon einmal war es ein deutsches Studio, namentlich Spellbound, die über einige Jahre hinweg mit Titeln wie “Desparados” das Verlangen der Liebhaber des Spielprinzips stillten. Mittlerweile dauert die Durststrecke fast zehn Jahre an, doch nun ist es mit dem Münchener Studio Mimimi Productions jedoch einmal mehr ein deutsches Studio, das mit "Shadow Tactics: Blades of the Shogun" für Abhilfe sorgt. Das spielt zwar im historischen Japan und setzt visuell ganz andere Akzente, aber eins ist "Shadow Tactics" in jedem Fall: richtig, richtig gut!

Fünf Helden sollt ihr sein

Wo "Commandos" im Setting des Zweiten Weltkriegs auf moderne Spezialeinheiten setzte, entführt euch "Shadow Tactics" ins Japan des 17. Jahrhunderts. In den Missionen führt ihr einen bis zu fünfköpfigen Trupp des namensgebenden japanischen Militärführers ins Feld. Es gibt insgesamt zehn Helden, wobei die Zusammensetzung des Trupps von Auftrag zu Auftrag wechseln kann. Die Ziele sind unterschiedlich: Informationen beschaffen, wichtige Anführer der Gegenseite um die Ecke bringen oder auch strategisch wichtige Positionen erobern. Ähnlich wie im "Commandos" verfügen eure Recken über unterschiedliche Fähigkeiten und sind für bestimmten Einsatzzwecke besser geeignet als andere. Samurai Mugens ist etwa ein Nahkampfspezialist, der besonders im Kampf gegen mehrere Feinde im Umfeld mit seinen Schwertern die Lage noch retten kann. Andere Teammitglieder sind für die Infiltration besser geeignet und mithilfe eines Kletterhakens in der Lage, höher gelegene Positionen zu erreichen, um eine bessere Übersicht zu erlangen und Ziele mehr oder minder lautlos aus grösserer Distanz oder mittels eines Luftangriffs auszuschalten.

Screenshot

Zu Angebot zählen auch Fallenspezialisten, die mit ihren geschickten Händen gerne mal heimlich die Taschen von Gegnern plündern können, um unbemerktan missionsrelevante Objekte wie Dokumente oder einen Schlüssel zu erlangen. "Shadow Tactics" zwingt euch allerdings in den Missionen nicht zu einer bestimmten Lösung. Zwar könnt ihr einige Ziele nur mit einem bestimmten Truppmitglied ausschalten, oft bieten die Missionen aber verschiedene Optionen, Gegner also entweder mit einem Überraschungsangriff zu überwältigen oder euren Schwertkämpfer auf direkten Konfrontationskurs zu schicken. Letzterer ist in “Shadow Tactics” aber nur in Ausnahmefällen zielführend, da die Gegner eurem Trupp eigentlich immer zahlenmässig deutlich überlegen sind. Planung und bedachtes Vorrücken lautet folglich meist die Devise.

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