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WWE 2K15

Holt es sich den Titel oder kriegt es einen Chokeslam verpasst?

Test Markus Wymann getestet auf

Vor vierzehn Jahren begann die bekannte Wrestling-Spielereihe. Allerdings nicht unter „K“ und nicht einmal unter WWE (World Wrestling Entertainment) sondern unter dem damaligen Titel "WWF Smackdown". Wer sich im Wrestling auskennt, der weiss, dass es Wrestling generell noch nie sonderlich einfach hatte. Entweder man ist ein grosser Sports-Entertainment-Fan oder man mag es gar nicht. So scheint es auch den Wrestlingspielen zu ergehen.

Steife Animationen bringen Fans zum Lachen

Screenshot

Die Grafik wurde endlich etwas aufpoliert, jedoch reicht dies noch lange nicht aus, um das Spiel von seinen Vorgängern absetzen zu können. Zwar merkt man, dass in das Überarbeiten der Arenen und Charaktere viel Effort gesteckt wurde. So kämpft man endlich nicht mehr vor Pappzuschauern, sondern auch die hinteren Reihen wurden endlich deutlich besser animiert. Auch die Lichteffekte wurden generell überarbeitet und schaffen es auch, beim Einzug eines Wrestlers mehr Stimmung aufkommen zu lassen. Die Optik der Wrestler hat man allerdings leicht vermasselt. So wirken einige Wrestler nicht wirklich realistisch, sondern wie die schlecht umgesetzten Actionfiguren, die man in den Spielwarengeschäften kaufen kann. Besonders fällt es bei denjenigen Wrestlern auf, welche auch in der WWE selbst nicht wirklich eine tragende Rolle spielen. Zwar hat man deutlich mehr mit Details gearbeitet, allerdings lange nicht das heraus, geholt was möglich gewesen wäre. Schaut man sich beispielsweise "NBA 2K15" an, ist deutlich zu erkennen, dass eigentlich mehr möglich gewesen wäre.

Findet man sich dann im Match wieder, kommt das nächste Kopfschütteln dazu. Was die verbesserte Grafik an einigen Stellen gutmacht, verliert das Spiel wieder ans Gameplay. Die Animationen wirken steif und absolut unglaubwürdig. Springt ein Wrestler vom obersten Ringseil, gehen die Sprünge meistens daneben, dennoch zeigt es Schaden am Gegner. Die Sprünge wirken somit mehr wie herunterfallende Kartoffelsäcke, was sehr schade ist. Ein verwirrter Referee steht oft enfach im Weg und es kommt nicht selten vor, dass die Wrestler einfach planlos zusammenknallen. Die Schläge und Tritte hingegen sind schon deutlich präziser als beim Vorgänger und auch einzelne Aktionen machen Hoffnung auf eine zukünftige Besserung.

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