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Dragon Ball: Xenoverse - Test

Das Destiny der Manga-Szene

Test Benjamin Kratsch getestet auf

„Dragon Ball: Xenoverse“ ist sicherlich eine der grossen Überraschungen des Jahres: es ist kein Prügler, sondern viel mehr MMO mit starkem Rollenspieleinschlag, abgefahrener Zeitreise-Story, aber Schwächen in der Tiefe seiner Spielmechaniken.

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„Dragon Ball: Xenoverse“ hat diese typisch asiatische Liebe zu Design und Skurrilitäten, wie sie nur wenige Spiele verinnerlichen. Das geht schon in der Stadt Toki Toki City los. Gleich auf den ersten Schritten begegne ich mehreren kleinen Robotern. Der eine heisst Hockey und hat gerade keine Zeit, weil er putzen und singen muss. „Ach ja, das Putzen ist so schön. So schön. So schön.“ Hockey dürfte gerne mal bei meiner Wohnung vorbeischneien. Und es geht weiter mit einer Kämpferin, die mich ein bisschen verächtlich anschaut und mir nur ein lapidares „Du bist ja viel zu schwach, was soll ich mit dir? Komm wieder, wenn du stärker bist“ entgegen wirft. Ich fühle mich wie Luke Skywalker bei seinem ersten Training mit Meister Yoda. Überhaupt erzählt das Spiel seine Anfangsgeschichte recht spielerisch und Chefwächter Trunks bittet mich mit zahlreichen Zeitschloss-Soldaten zu reden. Die bewachen die Mauern der Zeit, die wiederum die Stadt beschützen. Doch auch die Soldaten haben keine Lust ihre Zeit mit einem Schwächling zu verbringen, ergo lasse ich mir im Dojo ein paar Tricks lernen und fange an meinen Charakter zu leveln. So weit, so Rollenspiel.



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Für „Dragon Ball“-Fans spannend ist sicherlich die Möglichkeit seinen Charakter selbst designen zu können. Zwar nicht so opulent und clever gemacht wie in dafür vorgesehenen Spielen wie „Die Sims 4“, aber immerhin könnt ihr entscheiden, ob ihr lieber Männlein oder Weiblein, Erdling, Freeze-Alien, Saiyajin, Namekianer oder Majin sein wollt. Letzteres ist spannend, denn damit bestimmt ihr nicht nur Grösse, Figur, Frisur, Augenform und Stimme, da die Fraktionen sehr verschiedene Stats mitbringen. Die einen sind stark in der Offensive, die anderen extrem schnell, dafür Angriffsschwach, ein drittes Volk wiederum voll auf Defensive ausgelegt, warten ergo auf Kontermöglichkeiten. Generell geht es in der Geschichte darum, dass Trunk, der Wächter der Stadt eine neue Helden-Armee aufbauen muss um die Mächte der Finsternis aufzuhalten. Je nachdem für welche Fraktion ihr euch entscheidet, bastelt das Spiel euch ähnlich wie in „Dragon Age: Inquisition“ eine andere Hintergrundgeschichte. Das ist eine nette Abwechslung, in den letzten Spielen ging es ja meist eher darum Serienstories nachzuspielen. 




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