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GDC Europe

Klassentreffen der Gameentwickler

Artikel Janina

Auch dieses Jahr hat sich die Gamesbranche wieder in Köln getroffen. Direkt vor der gamescom fand die Games Developers Conference Europe in kleinerem Rahmen statt. Von Talk bis Networking – auch dieses Mal war wieder einiges los. Wir haben und einmal dort umgesehen, wo alle die Leute sich treffen, die den Spielen das Leben einhauchen.

So wie die gamescom für Gamer und die Medien der Event des Jahres ist, so ist die Games Developers Conference, oder kurz GDC, der Event für die Entwickler. Hier treffen sich Game Studios, Software- und Serviceanbieter um neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen. Networking wird gross geschrieben, Jobangebote ausgeschrieben und viele Visitenkarten wechseln den Besitzer.Screenshot

Die Highlights der Veranstaltung waren, wie jedes Jahr, die verschiedenen Talks von Fachpersonen zu den unterschiedlichsten Themen im Bereich Gameentwicklung. Die fünf Tracks (Business, Design, Prouction, Programming & Visual Arts) waren mit interessanten Sprechern besetzt und für jeden war etwas dabei. Dieses Jahr waren viele Talks auf Storytelling und Narrative Design ausgerichtet. Mit Chris Solarski („Video Game Art“ http://www.solarskistudio.com/) war auch ein Schweizer Gamedesigner mit einem Talk zu dem Thema dabei. Aber auch das eher noch neue Thema „Virtual Reality“ kam nicht zu kurz, gab es doch gleich zwei Talks dazu von den Project-Morpheus-Designern, sowie einen von den Leuten hinter der Oculus Rift.

Zwischen den Sessions war die Stimmung locker und kollegial. Überall sah man die Besucher ins Gespräch vertieft. Erfahrungen wurden ausgetauscht, Tipps gegeben und über Techniken philosophiert. Es war wie immer eine sehr schöne Erfahrung zwischen so vielen passionierten Entwicklern zu sitzen, die voller Begeisterung von ihren Projekten erzählen. Jeder bringt eine ganz eigene Geschichte mit.Screenshot

Leider war, im Gegensatz vor allem zu letztem Jahr der Showfloor dieses Mal etwas leer. Konnte man im damals noch mehr Entwickler und Publisher sehen, so waren dieses Jahr hauptsächlich Software- und Serviceanbieter präsent. Man könnte damit argumentieren, dass es sich als Entwickler nur lohnt, einen Stand an der GDC zu haben, wenn man aktiv Mitarbeiter sucht. Ansonsten präsentiert man sich eher auf der gamescom. Dennoch war das Angebot der verschiedenen Stände auf der GDC eher enttäuschend. Wenn man so etwas sieht, fragt man sich, ob die wirtschaftliche Lage die Gameentwickler in Europa schwerer getroffen hat als man dachte. Vor allem da am Mittwoch, obwohl die GDC dort noch bis zum Mittag lief, schon alle Stände abgebaut waren und die Halle als Zugang zur gamescom genutzt wurde. Schade, das lief im letzten Jahr um einiges besser.

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