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Die Sims 3

Romantiker, Geist oder Kleptomane?

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Lange mussten die Fans der beliebten "Sims"-Reihe auf einen Nachfolger warten, doch dieser kommt dafür mit einem Paukenschlag. Viele Neuerungen, sowohl grafischer als auch spielerischer Natur, sollen "Die Sims" in neue Sphären heben.

Auch wenn die Wartezeit mit jeder Menge neuem Futter in Form von Add-ons versüsst wurde, so beginnt für bekennende "Sims"-Jünger erst jetzt, mit dem dritten Teil, eine neue Zeitrechnung. Warum das so ist? Nun, erstmals in der Geschichte der Serie dürfen die Sims ihr Zuhause verlassen und eine frei begehbare Stadt erkunden. Vorbei also die Zeiten, in denen Ausflüge hinter der Gar­tentür endeten. Doch bevor man auf die offene Welt losgelassen wird, gilt es zuerst einmal, einen Charakter zu erstellen. Hier schöpfen die "Sims"-Macher wirklich aus dem Vollen, denn die Möglichkeiten, sein Alter Ego zu editieren sind schier unbegrenzt. Ne­ben dem Aussehen darf man der Spiel­figur zudem fünf Persönlichkeitsmerk­male zuweisen. Dafür stehen ebenfalls zahlreiche Aus­wahlmöglichkeiten zur Verfügung. So kann man z.B. festlegen, ob der Sim romantisch veranlagt, eine Frohnatur oder ängstlich ist. Auch so ausgefallene Charakter­züge wie "Klep­­tomane" oder gar "böse" stehen zur Aus­wahl und sind letztendlich entscheidend dafür, welches Lebens­ziel der eigene Sim hat. Insgesamt wären so mehr als 700 Millionen Kombina­tions­­mög­lichkeiten denkbar. Das Spiel lässt einem freie Hand, ob man sich als «Normalsterblicher» versucht, die Kar­riere eines Rockstars einschlägt oder gar als Superheld oder Geist in Erscheinung tritt. Auch hier heisst es: Entdecke die Mög­lich­keiten! Der Wiederspielwert ist zudem enorm hoch, da die Spielerfahrung jedes Mal eine andere ist.

Auch in Sachen Innenausstattung darf man sich richtig austoben. Ob Luxuswohnung oder gemütliches Appartement, Individua­lis­mus wird auch hier grossgeschrieben. Zu­dem lassen sich Objekte wie Einrichtungs­gegenstände und Kleider selbst editieren, die man dann online über die "Die Sims 3 Com­munity" mit der ganzen Welt teilen kann. Nach dem Vorbild von FACEBOOK kann man zudem eigene Profile erstellen, eigene Freun­de treffen oder seine «Sims-3»-Videos hochladen. Letztgenannte lassen sich ganz einfach mit dem «Erstelle einen Film»-Tool direkt aus dem Spiel erstellen. Per «Drag & Drop» lassen sich die Clips dann zu Filmen zusammenmontieren und mit diversen Effekten und Kamera­ein­stel­lung­en versehen.

In Sachen Präsentation gibt sich das Spiel ebenfalls keine Blösse. Detaillierte Charaktere und Umgebungen erfreuen das Spielerauge und vor allem die gelungenen Animationen stechen positiv hervor. Bedenkt man, dass zudem vom Muster der Tapete bis zur Farbe der Blumen alles individuell angepasst werden kann, dann wurde hier wahrlich ganze Arbeit geleistet. Mit "Die Sims 3" erscheint nicht nur der bisher umfangreichste und bes­te Titel der Serie, die Features dürften auch Spieler ansprechen, welche die Serie bisher nur vom Hörensagen kennen. Ein würdiger Nachfolger, der die Erfolgsgeschichte mit Sicherheit fortführen wird.

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