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Fight Night Round 4

Für Grafikfetischisten

Test Guest getestet auf Beachlife: Virtual Resort

Die "Fight Night"-Serie war schon immer ein Vorzeigeobjekt in Sachen Grafik und Animation. Was EA Sports aber mit neusten Teil vorlegt, lässt wohl jedem Fan hübscher Optik das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Anstelle eines der berüchtigten jährlichen EA-Updates auf den Markt zu schmeissen, hat man der Serie gleich ein Rundumkur verpasst, was sich vor allem beim Gameplay bemerkbar macht. Bevor man seinen Mann im Ring stehen darf, wird man in einem kurzen Tutorial mit den Feinheiten der Steuerung vertraut gemacht. So werden sämtliche Schläge mit dem rechten Stick ausgeführt, was mit etwas Übung erstaunlich gut funktioniert. Lediglich bei schnellen Schlagkombinationen kann es vorkommen, dass man nicht immer den eigentlich vorgesehenen Punch ausführt. Mit dem linken Stick bewegt man seinen Boxer oder weicht in Verbindung mit Druck auf die Schultertaste aus. Die neue Steuerung wirkt durchdacht und sollte niemanden vor grosse Probleme stellen. Anstelle von wildem Button-Mashing ist so wirklich Technik und Geschick gefragt, wodurch spannende Kämpfe entstehen, die zudem nicht mehr so behäbig wie in früheren Teilen wirken.

Im Kader der Boxer befinden sich Grössen wie Muhammad Ali, Mike Tyson oder Lennox Lewis. Die Klitschko-Brüder haben es leider nicht auf die Liste geschafft. Wer will darf sich aber in einem umfangreichen Editor auch selbst einen Kämpfer erstellen und via Xbox-Live-Vision-Kamera sogar eine digitale Version von sich in den Ring schicken. Dafür sollte man jedoch etwas Geduld mitbringen und am besten eine helfende Hand zur Seite stehen haben, die beim Fotografieren des Kopfes hilft. Zudem stehen noch Boxer wie "Rocky Balboa" auf zum Download bereit und mit etwas Kreativität lassen sich im Editor auch bekannte Gesichter nachbauen.

Das eigentliche Highlight des Spiels ist aber die sensationelle Präsentation. Man muss schon zweimal Hinsehen, um zu erkennen, dass gerade ein Videospiel läuft und nicht eine Sportübertragung im Fernsehen. Die Boxer strotzen nur so vor Details und sind einfach fantastisch animiert. Schweiss tropf von den Körpern, einzelne Adern und Muskeln definieren sich sichtbar unter der Haut und in den Gesichtern ist jede Anstrengung zu erkennen. Jeder harte Treffer wird von einem Lichtblitz begleitet der die Intensität des Aufpralls nochmals unterstreicht. Auch das Drumherum kann sich sehen lassen und beim Blick ins Publikum erfasst einen löblicher Weise nicht das blanke Entsetzen. So und nicht anders muss ein Next-Gen-Boxtitel daherkommen!

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