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Dead Space Extraction

Zum Fürchten schön!

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Mit "Dead Space" landete Entwickler Electronic Arts im letzten Jahr den Horror-Überraschungshit schlecht hin. Ein knappes Jahr später darf nun auch auf der Wii gegruselt werden, denn mit „Dead Space: Extraction“ feiert die Horrorreihe auf der Nintendo-Konsole ihr Debüt. Ob das Prequel zum zu den Xbox-360/PS3-Versionen ähnlich gut abschneiden kann, wie der Erstling, lest ihr in unserem Testbericht.

Halloween war gestern

Wie ihr bereits im Lead gelesen habt, ist „Dead Space: Extraction“ keine Fortsetzung zu “Dead Space“, sondern ein Prequel, dass man aber auch gut als sein Vorgänger bezeichnen kann. So wird euch in „Dead Space: Extraction“ die Vorgeschichte zu “Dead Space“ erklärt. Dabei schlüpft ihr in die Rolle des Detektiven Nae McNeill, der den Auftrag erhält den Grund für die äussert merkwürdigen Vorfälle auf der Erdkolonie Aegis 7 und dem Raumschiff Ishimura herauszufinden. Die spannende und gruselige Geschichte wird euch im weiteren Spielverlauf sehr gut erklärt, trotzdem ist es von Vorteil die Story von „Dead Space“ bereits zu kennen, um gewisse Zusammenhänge besser verstehen zu können.

Rail Shooter

Anders als in „Dead Space“ steuert ihr im Wii-exklusiven Prequel nicht in der Third-Person-Perspektive sondern in der Ego-Perspektive, denn „Dead Space: Extraction“ ist ein waschechter Rail Shooter. Das bedeutet, dass ihr euch die meiste Zeit des Spieles nicht frei bewegen könnt, sondern förmlich auf Schienen bewegt werdet. Ihr seid also überwiegend damit beschäftigt, auftauchende Monster mittels verschiedener bekannter und neuer Waffen ins Jenseits zu befördern. Stellenweise wird das sonst eher monotone Gameplay mit seltenen Rätseln – wie etwa das Umlegen von Schaltkreisen – aufgelockert. An gewissen Stellen dürft ihr euch auch für wenige Sekunden frei bewegen um Munition einzusacken. Insgesamt überzeugt das Gameplay vor allem dank der äusserst gelungenen Steuerung mit der Wii-Fernbedienung.

Gruseln – das geht auch zu zweit

Sehr cool finden wir auch die Tatsache, dass jederzeit ein zweiter Spieler ins Geschehen eingreifen darf. Aufgrund der doch eher knappen Munitionsvorräte ist ein zweiter Spieler auch empfehlenswert, da euch so die notwendige Ressource weniger schnell ausgeht. Vorbildlich finden wir zudem, dass auch die Rätsel zu zweit lösbar sind und dies auf eine andere Art als wenn ihr sie alleine lösen würdet, wodurch ein tolles Kooperationsgefühl entsteht.

Packende Atmosphäre

„Dead Space“ legte vor allem viel Wert auf eine gruselige, packende und Angst einflössende Atmosphäre. Löblicherweise übertrifft „Dead Space: Extraction“ in diesem Punkt seinen Vorgänger um Längen! Den Grund findet man dabei wohl in der gelungenen First-Person-Perspektive, die euch nicht die gesamte Kontrolle über die Spielwelt lässt und so Überraschungsmomente häufiger auftreten als in den Next-Gen-Versionen. Entfernte Gruselschreie und laute Atemgeräusche tragen allerdings nicht minder zur nahezu perfekten Atmosphäre bei.

Technisch auch hohem Niveau

Zu einer gelungenen Atmosphäre tragen sicher auch Grafik und Sound bei, und die überzeugen in „Dead Space: Extraction“ fast auf ganzer Linie. Die Spielwelt strotzt vor Detailreichtum und ordentlich umgesetzten Texturen und die Charaktermodelle wurden ausdrucksstark designt. Einziger Minuspunkt sind einige Slow Downs und ein recht hohes Mass an Kantenflimmern. In technischer Hinsicht am Besten gefiel uns allerdings die englische Sprachausgabe. Vor allem der Sprecher von McNeill wirkt höchst professionell.

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