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SOCOM: Confrontation

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Erster Eindruck Guest

Was auf dem PC "Counter Strike", ist für PLAYSTATION-Besitzer "SOCOM". Jetzt bekommt das Taktikscharmüzel seinen Einstand auf der PS3 spendiert und setzt dabei voll auf Online-Features.

In einem fiktiven Konflikt stehen sich nach wie vor zwei Parteien gegenüber, die diesen auf einer von sieben Karten austragen, wovon z.B. "Crossroad" ein Remake aus einem älteren "SOCOM"-Spiel ist. Natürlich erstrahlen alle Maps jetzt in HD-Optik und erstrahlen dank schöner Beleuchtung so schön wie noch nie. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Soldaten aus den fünf Spezialeinheiten "US Navy SEALs", "Special Air Service" (SAS, Grossbritannien), "Kommando Spezialkräfte" (KSK, Deutschland), "Unidad de Operaciones Especiales" (UOE, Spanien), "1er Régiment de Parachutistes d’Infanterie de Marine" (1er RPIMa, Frankreich). Insgesamt dürfen auf den virtuellen Schlachtfeldern 32 Spieler in den Kampf ziehen, doch wie schon immer für die Serie typisch gilt es nicht als Ein-Mann-Kampfmaschine einen neuen Frag-Rekord aufzustellen, sondern der Fokus liegt deutlich auf Teamwork und Kommunikation. Vor jedem Kampf darf man seinen Soldaten in einem Charaktereditor noch umfangreich anpassen und ihm auch das richtige Equipment mit auf den Weg geben. Die Waffenauswahl ist beachtlich und dürfte bei Neulingen schon zu diesem Zeitpunkt für rauchende Köpfe sorgen, da natürlich zusätzlich detaillierte Statistiken zu jedem Feuerprügel geliefert werden. Auch für den Spieler selbst hält "Confrontation" alles in Statistiken fest, so dass man sich jederzeit über seine Fortschritte bis ins kleinste Detail informieren kann. Dabei werden nicht nur die reinen Abschüsse gewertet sondern so ziemlich jede Aktion, die man ausführen kann.

Natürlich kann man "SOCOM" auch alleine Spielen und schnell in eine Runde einsteigen, doch wahren Fans kämpfen immer im Team oder gar in einem Clan. Strukturiert vorgehende Teams sind auch ganz klar im Vorteil, was man als Neueinsteiger schnell zu spüren bekommt. Oft vergehen zwischen Respawn und Abschuss nur ein paar Momente. Wer die Karten nicht und Verstecke nicht kennt, schaut erst Mal in die Röhre. Generell ist das Spiel alles andere als einsteigerfreundlich und richtet sich wohl vorwiegend an Fans der Serie.

Auch in Sachen Steuerung haben mir ein paar Sachen nicht so gut gefallen. Zum eine wäre da das umständliche Pop-Menü um Waffen zu wechseln. Gerade während hitziger Feuergefechte erwies sich die Waffenwahl als eher ungünstig. Wie für eine Titel aus dem Haus Sony typisch, wurde zudem wieder versucht der Six-Axis-Funktion des Controller eine Daseinsberechtigung zu geben. So darf man sich per Neigen des Controllers aus Deckungen lehnen, was zwar gut funktioniert, aber irgendwie aufgesetzt wirkt.

Dank einer zwar soliden aber nicht überragenden Präsentation läuft das Spiel überwiegend flüssig, wenn überhaupt, dann kommt es auf Grund der Onlineverbindung zu Rucklern. Auch wenn das neue "SOCOM" im Vergleich zu den Last-Gen-Pendants um einiges schicker daherkommt, kann es mit aktuellen Grafikbomben wie "Killzone 2" nicht annähernd mithalten. Alles sehr solide, aber die PS3-Hardware hat eindeutig mehr drauf. Das wird den wahren "SOCOM"-Fans aber egal sein, was man auch anhand der gut besuchten Server erkennen kann. Wer viel wert auf Spieltiefe und Teamplay legt, der ist mit diesem Taktik-Shooter sicher richtig beraten.

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