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Super Monkey Ball Step & Roll

Affentheater für Feinmotoriker

Test Guest getestet auf Black & White: Insel der Kreaturen

Affen, Bananen und jede Menge Geschick sind das bewährte Rezept, mit dem sich die "Monkeyball"-Serie schon seit gefühlten Hundert Jahren auf Konsolen tummelt. Auch im neusten Ableger wurde an diesem Konzept nicht gerüttelt. Ob dies immer noch reicht, um Spielspasshöhen zu erklimmen, oder ob man den Affen besser die Kugel gibt, haben wir für euch herausgefunden.

AiAi und seine Freunde sind wieder da, und irgendwie ist einem die Affenbande über die Jahre doch ans Herz gewachsen. Auch ich habe mir mit Freunden schon spannende Duelle in "Monkey Ball" geliefert, jedoch eher in den Minispielen. Doch dazu später mehr. Der Namenszusatz "Step & Roll" lässt es wohl schon vermuten, dass das neue "Super Monkey Ball" auf das Spielen mit dem Wii Balance Board ausgelegt ist. Natürlich darf man aber auch mit der Wiimote oder Nunchuck an den Start gehen, wobei die Nunchuck-Steuerung wohl nur den Minispielen vorbehalten ist. Im Hauptspiel gilt es nach wie vor innerhalb eines, mal mehr, mal weniger knapp bemessenen Zeitrahmens, einen Affen in einer Kugel ins Ziel zu bugsieren.

Leichter Einstieg
Nach einem kurzen Tutorial, in dem die grundlegende Steuerung erklärt wird, darf man sich auch schon im ersten Level beweisen. Der Einstieg ist dabei denkbar einfach gehalten. Ich habe mich für die Wiimote-Steuerungsvariante entschieden, in der man durch kippen und neigen die Kugel ins Rollen bringt. Dabei steuert man wie gehabt nicht die Kugel selbst, sondern die komplette Umgebung. Kippt man den Untergrund nach vorne, rollt die Kugel los. Kippt man nach hinten, hält sie an. Zu Beginn gestaltet sich dies denkbar einfach und man kann kaum an einer Stelle runterfallen oder muss grossartig nach dem richtigen Weg suchen. Der Schwierigkeitsgrad zieht jedoch stetig an und so werden die Abschnitte mit der Zeit richtig knifflig. Die liegt auch ein wenig an der anfangs sehr ungewohnten Steuerung, die zwar durchaus exakt reagiert, aber in engen Kurven oder bei Wendemanövern nicht immer die ideale Lösung zu sein scheint. Um zu Wenden muss man die Wiimote nämlich nach hinten kippen, bis sich der Affe in der Kugel umdreht und rückwärts rollt. Dadurch macht die Kamera ein plötzlichen Schwenk, wodurch man schon mal ins Trudeln kommen kann. Wer will darf die Levels auch im Koop-Modus angehen oder spezielle Herausforderungen starten.

Heimlicher Hauptdarsteller
Neben dem Hauptspiel haben es noch 21 Partyspiele auf die Disc geschafft. Davon sind manche unbrauchbar, andere sind sich sehr ähnlich, aber es hat auch ein paar echte Spielspass-Highlights dabei. Leider gibt es keine "Monkey-Bowling" mehr, dafür ist z.B. die Abfahrt im Rennrodel aus der Ego-Perspektive sehr gut gelungen und überrascht mit einem enormen Geschwindigkeitsgefühl. Mein absolutes Highlight war aber das Fallschirm-Formationsspringen. Hier muss man durch Neigen von Wiimote und Nunchuck immer wieder neue Figuren innerhalb einer Springerformation einnehmen bevor die Zeit abläuft. Diese Minispiel ist der absolute Süchtigmacher und gehört für mich zu den heimlichen Highlights dieser "Super Monkey Ball"-Edition. Einige der Minispiele sind für bis zu vier Spieler ausgelegt und mit drei Mitspielern am Start geht dann auch so richtig die Post ab.

Neuer Look
Auch wenn es eine dezente Überarbeitung war, so fällt Kennern der Serie sofort der neue Look auf. Alles wirkt jetzt irgendwie runder, auch wenn man gleich auf den ersten Blick sieht, dass es "Super Monkey Ball" ist. Grafisch werden keine Bäume ausgerissen, aber die Optik ist zweckmässig und besticht vor allem durch eine intensive Farbgebung, jenseits von Gut und Böse. So quietschbunt die Grafik, so schrill ist auch der Sound. Das Spiel ist durch und durch japanisch, das unterstreicht die Musikauswahl mehr als deutlich. Man kann sie mögen oder nicht, aber der Sound passt irgendwie ganz gut zum Spiel. Und bis man die 70 Level durchgespielt hat, hat man sich vermutlich auch dann das Gedudel aus den TV-Lautsprechern gewöhnt.

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