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LostWinds: Winter of the Melodias

In luftigen Höhen

Test Nico getestet auf Black & White: Insel der Kreaturen

Im Mai 2007 startete Nintendos WiiWare-Kanal, quasi das Pendant zu PSN und Xbox Arcade. Der ganz grosse Vorteil gegenüber den Vollpreisspielen findet man im Preis. So kosten die WiiWare-Spiele nur rund 10-20 Franken pro Spiel. Eines der besten WiiWare-Spiele war zum Launch „Lost Winds“, das nun zweieinhalb Jahre später einen Nachfolger mit dem Namen „Lost Winds: Winter of the Melodias“ erhält. Ob das Spiel die Qualität des Vorgängers halten kann, lest ihr im Folgenden.

Die Story knüpft dabei nahtlos an die Geschehnisse aus Teil eins an. Im Vorgänger haben der Junge Toku und der Windgeist Enril ihre Heimatstadt vor gefährlichen Kreaturen gerettet. Doch damit haben sie noch längst nicht alle Monster besiegt.  Denn am Sommerfallberg lauern noch immer gefürchtete Kreaturen, die sogar Tokus Mutter entführt haben. Die Aufgabe des Spielers liegt damit auf der Hand: Tokus Mutter zu retten!

Entgegen des Namens herrscht auf dem Sommerfallberg dabei eisige Kälte. Da ist es kein Wunder hat es ausser einigen Monster kein Lebewesen in der Gegend. Die kleinen Gegner besiegt ihr indem ihr beispielsweise auf sie hüpft. Apropos Hüpfen: Das Herzstück in Sachen Gameplay bleiben aber nach wie vor die Jump’n’Run-Passagen. Dank einigen neuen Fähigkeiten, die Toku nach und nach erlernen wird, gestaltet sich das Spiel dabei noch abwechslungsreicher als sonst. So kann Toku jetzt beispielsweise für kurze Zeit schwimmen oder Pflanzen wachsen lassen, welche ihm anschliessend als Hindernisüberwindung dienen können. Nebst den neuen Spielelementen, haben die Entwickler dem Game auch etwas mehr Rätsel spendiert. Obwohl der allgemeine Schwierigkeitsgrad zugenommen hat, sind die Rätsel dabei eher einfach ausgefallen und dürften kein Hindernis bilden.

Der ganz grosse Pluspunkt ist aber nach wie vor die Steuerung, denn diese präsentiert sich sehr intuitiv. Während ihr mit dem Nunchuck den Jungen Toku steuert, benutzt ihr die Wiimote um den Windgeist Enril einzusetzen. Durch eine Schwungbewegung mit der Fernbedienung, versetzt Enril Toku dabei einen Windstoss, der Toku höher gelegene Abschnitte erreichen lässt. Es ist einfach faszinierend, wie clever Entwickler Frontier die “kooperative“ Steuerung zwischen Toku und Enril ins Spiel integriert hat.

Technisch gesehen, kann „Lost Winds: Winter of the Melodias“ mit den Vollpreisspielen durchaus mithalten. Die 2D-Welt präsentiert sich in einem äusserst liebevollen Look und zusammen mit dem erstklassigen Soundtrack wird für eine stimmungsvolle Atmosphäre gesorgt.

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