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Pro Evolution Soccer 2011

Ein Traum für Männer – Fussball in 3D

Test Benjamin Kratsch getestet auf Nintendo 3DS

In den letzten Wochen wiederholte sich in hiesigen Haushalten immer wieder das gleiche Ritual: Bier wandert aus dem Kühlschrank ins Wohnzimmer und auf magische Weise startet direkt der Fernseher – Time for Champions, Schalke 04 schlägt mit Leichtigkeit das grosse Inter Mailand. Italien ist gedemütigt und wir fragen uns: Wie geil wäre das in 3D.

1:0 durch 3D

Und ja, Konami und Nintendo machen den Traum wahr. Zumindest ein Stück weit. Klar ist der winzige 3DS-Screen nicht mit einem 40-Zoll-Fernseher zu vergleichen, aber dank der 3D-Darstellung kommt deutlich mehr Tiefe ins Spiel,  man bekommt ein besseres Gefühl für den Raum. Die neue Kameraperspektive heisst „Vertikal Nah“, legt die Kameraposition quasi leicht oberhalb der Spieler, aber eben nicht aus der Seitenperspektive, sondern über das Spielfeld fliegen, immer Richtung Ball gerichtet.

Hier kommt der 3D-Effekt richtig gut – das fühlt sich trotz des Winzling-Screens fast schon wie im Stadion an. Schade nur das es an Original-Fanklängen mangelt – Konami hat lizenztechnisch mal wieder das Nachsehen gegenüber EA. Und dennoch sollte „PES 2011 3D“ auf eurer Einkaufsliste stehen, solltet ihr stolzer Besitzer eines 3DS sein.

Screenshot
2:0 durch Schubkraft

Doch die Fussballsimulation hat nicht nur edle dreidimensionale Effekte beim Einlauf, Spielerwechsel oder vor Allem auf Einwürfen zu bieten, sowie punktet auch in Sachen Gameplay. Und damit direkt mal reingeschaltet in ein Testmatch zwischen dem FC Bayern  und FC Barcelona.

3,2,1 Anpfiff: Die Katalanen greifen an, kombinieren schnell über rechts, bleiben aber an der Münchner Abwehrmauer hängen. Lahm schlägt einen Steilpass nach vorn, trifft Robben auf dem Fuss, der tänzelt zwei, drei Barca-Spieler aus, lupft die Pille in den katalanischen Strafraum und Schweinsteiger haut das Ding in die Maschen. 1:0 für den FC Bayern und für „PES 2011 3D“, denn das neue Schiebepad von Nintendos Wunderhandheld ist perfekt geeignet um butterweiche Flanken zu timen. Oldschool-Sportler dürfen zwar weiterhin auch mit dem Digipad auf Torejagd gehen, wir empfehlen allerdings die Schiebepad-Variante. Die spielt sich einfach deutlich eingängiger. Das liegt natürlich auch an der komplexen Steuerung eines Fussballtitels – das Steuerkreuz liegt gefühlt etwas zu weit weg von der L-Taste, die sehr oft für Doppel und Steilpässe benötigt wird. Das Passsystem hat Konami übrigens massiv entschlackt, geht back to the Roots, mehr hin zu „PES 6“ als dem neuesten Teil.

So müsst ihr nicht selbst die Stärke und Richtung eines Passes dosieren – das wäre auf dem 3DS zu fummelig und die KI macht hier einen guten Job.

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