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Alan Wake: The Signal

Lohnt der Kauf der neuen Episode?

Test Guest getestet auf Xbox 360

Der spielbare Horror-Thriller "Alan Wake" bekommt mit "The Signal" sein erstes Add-on spendiert. Die neue Episode schliesst dabei nahtlos an den Schluss des Hauptspiels an, und erzählt wie Alan versucht aus seinem dunklen Gefängnis zu entkommen. Ob sich der Kauf des DLC lohnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wir erinnern uns: Am Ende von "Alan Wake" sitzt der gleichnamige Autor am Grunde des Sees fest, weil ihn das Dunkle dort gefangen hält. Um seine Freundin aus den Fängen des Bösen zu befreien, hat sich Alan gegen seine Liebste ausgetauscht, doch damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Bewaffnet mit seiner Schreibmaschine und der Hilfe einer mysteriösen Stimme versucht sich der Autor seinen Weg aus dem Reich zu bahnen, dass offenbar seine Fantasie geschaffen hat. Dazu folgt er dem namensgebenden Signal, genauer gesagt einem GPS-Signal, dass ihn aus der Hölle lotsen soll. Doch Alan verstrickt sich immer weiter in die Tiefen seines Unterbewusstseins, was auch deutlich Auswirkungen auf Bright Falls und die Umgebung hat.

Alles (fast) schon mal gesehen

So kommt es auch, dass man quasi nochmals alle Stationen des Hauptspiels abklappert, die aber alle einen gewissen Twist haben. So verformt und ändert sich die Umgebung ständig, hinter Türen warten plötzlich völlig neue Szenarien, die dort eigentlich nicht sein dürften. Hilfe finden wir erneut in Form unseres guten alten Kumpels Barry, der wieder als Sidekick von Alan mit am Start ist und immer wieder Mal einen lockeren Spruch auf den Lippen hat.

Massig Gegner

Der grösste Unterschied zum Hauptspiel ist, dass der Action-Anteil deutlich nach oben geschraubt wurde. Während die Kämpfe gegen die dunklen Wesen vorher noch recht überschaubar waren, stolpert ihr in "The Signal" quasi buchstäblich von einem Kampf in den nächsten. Die Anzahl der Gegner wurde dabei deutlich vergrössert, weshalb die Auseinandersetzungen doch ziemlich  nervenaufreibend sind, da Munition wieder denkbar knapp bemessen ist. Für mich ist das auch eines der grössten Mankos am Add-on, denn dadurch geht viel von der subtilen Spannung des Hauptspiels verloren, weil man in einer Tour den Finger am Abzug hat. Das Ganze gestaltet sich dann wie ein Best-of der erlebten Momente, einfach komprimiert auf kürzere Abschnitte. So geben sich angreifende Autos, herumfliegende Trucks und dann wieder endlose Wellen von Standardgegnern praktisch die Klinke in die Hand.

Alles beim Alten

Ansonsten ist alles beim Alten, sprich Grafik, Gameplay und Sound bewegen sich auf gewohnt hohem Niveau. Einzig wie die Geschichte erzählt wird reicht nicht mehr an das Hauptspiel heran, da an Cut Scenes doch deutlich gespart wurde. Vielmehr erzählt euch Alans Stimme aus Fernsehern heraus, was als nächstes passieren wird und zwei Schritte später tritt dies dann auch in der Regel ein. Spannung stelle ich mir eigentlich anders vor. Trotzdem will man natürlich wissen, wie es mit dem Autor mit Hang zum Wahnsinn weitergehen wird. Auch wenn das Ergebnis nicht 100%-ig zufriedenstellend ist.

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