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Dragon Ball: Raging Blast 2

Balgereien, Prügel, Keilereien

Test Prigorius getestet auf PlayStation 3

Die jährliche Versoftung des Anime- und Mangaklassikers Dragon Ball (Z) heisst dieses Jahr "Dragon Ball: Raging Blast 2". Wie die 2 im Titel bereits vermuten lässt, handelt es sich um den direkten Nachfolger des letztjährigen „Raging Blast“. Der Vorgänger war eher durchwachsen, doch ob Spike sich die Kritiken der Fans und Spieletester zu Herzen nehmen und den zweiten Teil entsprechend verbessern konnte, erfahrt ihr jetzt!

It's over 9000!

Auch Nicht-Fans werden diese Catchphrase vielleicht schon einmal gehört haben. Nun, in diesem Spiel wird er nicht vorkommen, da es keinen klassischen Storymodus mehr gibt. Dafür erwartet euch jede Menge (und damit meine ich wirklich eine ganze Menge!) Kämpfe die alleine oder mit Teams von bis zu fünf Charakteren ausgetragen werden können.
Dabei steht dem Spieler eine beachtliche Anzahl von bis zu 90 Kämpfern zur Verfügung, wobei aber genretypisch ein grosser Teil des Lineups aus verschiedenen Formen oder Kostümen besteht. (z. Bsp. Goku SSJ1, SSJ2, SSJ3, etc.).
„RB2“ bietet verschiedenste Modi, davon die üblichen Verdächtigen wie Single- und Multiplayer, Kämpfer anpassen sowie die Optionen. Diese unterteilen sich jeweils noch in Untermodi.

Das Interessanteste am Singleplayermodus dürfte dabei der "Storymode" sein.

Dragonballs finden - Story suchen

Der Galaxiemodus ersetzt den Storymodus des ersten Teils. Zwar findet man auch hier noch ab und zu Dragon Balls, allerdings werden diese nicht mehr in eine Geschichte eingeflochten. Stattdessen darf sich der Spieler mit einer bestimmten Auswahl an Kämpfern durch die namensgebenden Galaxien schlagen.

Dabei hat jeder Z-Fighter und Bösewicht eine eigene Galaxie, in der er von Feld zu Feld zieht. Jedes Feld stellt eine bestimmte Herausforderung dar, der sich der Spieler stellen muss. Die meisten beinhalten normale Kämpfe, manche davon müssen aber unter Zeitdruck oder mit Handicap geschafft werden.

In diesem Modus werden alle Charaktere und Extras verdient. Ein kleines Schmankerl für Fans dürfte die zusätzliche Dragon Ball Z-OVA sein, die sich auf der BlueRay/DVD befindet. Es handelt sich hierbei um ein Remake des OVA Saiyan Zetsumetsu Keikaku, welches bei uns bisher nicht erschienen ist. Diese lässt sich übrigens gleich von Anfang an abspielen und gibt dadurch noch einen Bonuskämpfer frei.

Ein Schlag in die Dragonballs

Da der Storymodus nur aus Kämpfen besteht, sollte der durchschnittliche Spieler davon ausgehen können, dass sich diese auch samtweich steuern lassen, ausgeglichenes Gameplay bieten und Spass machen. Dem ist leider nicht so.

Obwohl Spike Anfängern ein langes Tutorial bietet (gut eine Stunde), scheint das Spiel teilweise die Eingaben nicht richtig annehmen zu wollen. Während den Kämpfen kam es mehrmals vor, dass die Spielfigur zwar auf den Gegner zugestürmt ist, allerdings wohl nicht wirklich Lust darauf hatte, seinen Gegner zu verklopfen. Wer die älteren Teile kennt, sollte sich mit der Steuerung zurechtfinden, wird aber merken, dass manche Eingaben etwas träger reagieren als früher.

Neu hinzugekommen ist der "wütende Seele", der sich bei gefüllter Energieleiste mit R1 aktivieren lässt. Ansonsten steuern sich die Charaktere alle gleich: mit den L- und R-Tasten kann nach oben und unten geflogen sowie abgewehrt werden, mit den Buttons lassen sich normale und Verfolgungsangriffe auslösen. Mit dem rechten Stick werden mit allen vier Himmelsrichtungen Spezialangriffe ausgelöst (Kamehameha und Konsorten) und mit einem Druck auf selbigen lässt sich ein ultimativer Angriff ausführen, der Teilweise bis zu zweieinhalb Lebensleisten in Luft auflöst.

Leider lassen sich auch Combos geübter Spieler durch Button-Mashing unterbrechen, womit die Kämpfe schnell zu einem "Wer drückt schneller den Angriffsknopf"-Duell werden.

Die Entwickler lassen den Spieler im Galaxiemodus sehr viel freispielen, es ist aber fraglich, ob sich ein durchschnittlicher Spieler so lange vor den Fernseher setzen wird, nur um alle Charaktere zu besitzen.

Ansonsten bleiben dem Spieler immer noch die Kämpfe gegen einen Kollegen oder die Online-Keilereien. Beim Spiel mit Freunden ist aber zu beachten, dass sich leider nicht einfach so in die Raging-Blast-Welt einsteigen lässt. Etwas Vorkenntnisse sind nötig, um anständig gegeneinander spielen zu können.

Hat man 16 Freunde, die sich dazu bereit erklären während einer Spiele-Party Raging Blast zu spielen, so gibt es noch den Turnier-Modus. Hier können die Spieler im Ausschlussverfahren gegeneinander kämpfen. Sofern man natürlich überhaupt so viele Mitspieler findet…

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