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Blade Kitten

Hello, Kitty!

Test Prigorius getestet auf PlayStation 3

Ein weiteres Jump'n'Slay à la "Rocket Knight" erreicht den Xbox-Live-Marktplatz (und das PlayStation Network). Solltet ihr für das Spiel schon mal eure Krallen wetzen oder würden Katzen eher Whiskas kaufen?

Ballard, Kit Ballard. Auch bekannt als Blade Kitten, von Beruf Kopfgeldjägerin. Nicht ganz die alltägliche Hauskatze, gehört Blade zu den Felions, einer katzenähnlichen Rasse, die neben ihren Beruf auch mal nebenbei die Welt rettet, falls Sie sich nicht mit ihrer blonden Konkurrentin Justice um Aufträge streitet.

Die gestiefelte Katze

Bei Blade Kitten handelt es sich um ein Prequel zu einem in unseren Gefilden eher weniger bekannten Webcomic (oder Webmanga), welcher drei Jahre vor dem Start des Comics angesiedelt ist. Auf der Jagd nach der Bösewichtin Terra-Li kommt Kit Justice Kreel in die Quere, Ihre Langzeitrivalin.

Nicht nur, dass Justice Kittens Break Key stiehlt, welcher Informationen für die aktuellen Missionen enthält, nein, auch das Raumschiff der Protagonistin muss dran glauben.

Von da an zu Fuss unterwegs, muss das Animekätzchen mit Ihrem Schwert „Blade“ nicht nur Terra-Li aufhalten, sondern auch noch Ihr Informationsportal zurückholen. Die Geschichte zieht sich leider durch in die Story eingebundene „Nebenmissionen“ etwas zu sehr in die Länge.

Hack, Schlitz, Miau... und nochmal...

Die ersten paar Spielminuten dienen der Mietzekatze als Tutorial. Hier lernt man die Grundlegenden Manöver wie Springen, zuschlagen oder "MegaMan"-like durch Tunnel zu rutschen.

Obwohl auch Doppelsprünge und eine Abwehrbewegung möglich sind, bietet Blade Kitten doch nicht wirklich Neues im Jump'n'run-Bereich.

Hervorzuheben ist die Klettermöglichkeit, die einem Kit bietet. Viele Wände lassen sich erklettern und somit auch Geheimgänge und sogenannte Hex, die interne Spielwährung, finden.

Mit Hex lassen sich bei einem (wohl an Star Wars: Episode 1 angelehnten) ausserirdischen  Händler diverse neue Kostüme und neue Waffen kaufen. Die Kostüme sind jedoch nicht spielrelevant, jedoch teilweise lustig anzusehen. Hat man alle Bonusgegenstände gekauft, kann das Kätzchen Ihre hartverdienten Hex auch noch für Ausdauer- und Gesundheitsverbesserungen ausgeben. Diese werden jedoch nicht zwingend benötigt. Der Schwierigkeitsgrad ist im eher einfachen Sektor angesiedelt und lässt sich leider nicht anpassen. Das bei jedem Savepoint automatisch gespeichert wird und das Spiel beim nächsten Mal am selben Ort gestartet werden darf, ist lobenswert, trägt aber ebenfalls dem leichten Schwierigkeitsgrad bei.

Teilweise ist Ballard auch mit Ihrem Noot, einem chocoboähnlichen Reittier, unterwegs. Diesen Part hätten die Entwickler aber genauso gut weglassen können, da es spielerisch nicht wirklich eine Bereicherung darstellt. Die Steuerung wirkt reitend noch träger als zu Fuss.

Verbringt der Spieler die Zeit nicht mit Hex-Sammeln oder Noot-Reiten, löst er noch das eine oder andere Schalterrätsel oder bekämpft (den einzigen) Bossgegner. Dabei fühlt man sich aber bereits nach kurzer Spielzeit unterfordert und gelangweilt. Die geringe Gegnerzahl schafft es dabei ebenfalls, den Spieler nicht so richtig bei Laune halten zu wollen.

Niedliches Kätzchen

Positiv hervorzuheben ist die Grafik des PSN-/Xbox-Arcade-Titels. Zwar kann die Grafik Stilmässig nicht mit einem "Limbo" mithalten, bietet aber anfangs abwechslungsreiche Kulissen und schöne Cel-Shading-Effekte. Die Kulissen werden im späteren Verlauf des Spiels leider manchmal etwas zu oft recycelt. Nichtsdestotrotz kommt die Engine gerade in den Zwischensequenzen zur Geltung. Zwar liess sich beim Spielen der eine oder andere Clippingfehler feststellen, diese kommen jedoch selten vor. Das dabei einmal das Spiel neu gestartet werden musste, weil Ms. Ballard sich nicht mehr aus einem Steinhaufen bewegen wollte, war trotzdem etwas ärgerlich.

Schnurr

Die Sprecher geben sich merkbar Mühe, die teilweise etwas flachen Sprüche gut zu verkaufen. Gerade Kits Synchronsprecherin hat teilweise einen herrlich ironischen Ton in der Stimme. Die Sprachausgabe ist in Englisch gehalten, aber Deutsch untertitelt.

Im Gegensatz zu der gelungenen Sprachausgabe dudelt die Hintergrundmusik eher belanglos vor sich hin und geht einem nach einer gewissen Zeit etwas auf die Nerven, da sich die Musikstücke teilweise stark ähneln. Durchschnittliche Kost, für einen Downloadtitel aber akzeptabel.

Was für die Katz?

Fans des Comics oder Hardcore-Animefans können problemlos einen Probeblick auf Blade Kitten wagen, allerdings würde ich warten, bis das Spiel einmal vergünstigt im Marktplatz zu haben sein sollte. 1200 MS-Points sind für das gebotene doch etwas zu viel des Guten.

Vor dem Kauf auf jeden Fall erst einen Blick auf die Demo werfen!

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