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DanceStar Party

Dance, ja – Party, nein

Test Guest getestet auf PlayStation 3

Wer zu "DanceStar Party" greift, hat vielleicht auch schon "Just Dance“ gespielt, das Wii-Pendant, welches ein durchaus hohes Niveau an Spielqualität vorgibt. Es überzeugt durch seine knallbunten Tanzumgebungen, einer grossen Songauswahl und der Einfachheit, wie man die Bewegungen erlernt. Ob bei dieser Konkurrenz noch Platz für eine neue Tanz-Party ist?

Begrüsst wird man in "DanceStar Party“ mit einem ziemlich nüchtern gestalteten Menü. Gefolgt von den Originalcovern der verfügbaren 40 Songs. Obwohl viele davon nicht zu Chartbreakern gehören, ergibt sich insgesamt trotzdem eine bunt gemischte Auswahl durch alle Genres und Jahrzehnte. Verhältnismässig gut vertreten sind Hip-Hop Songs. Wirklich cool ist, dass die Videoclips während des Tanzens direkt neben dem Vortänzer abgespielt werden.Screenshot

"Jetzt Tanzen"

Im Hauptmodus kann aus verschiedenen Spielvarianten ausgewählt werden: Solo, Duell oder kooperativ mit einem Tanzpartner. Zudem gibt es vier verschiedene Schwierigkeitsstufen. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad werden zu einem Song einfachere oder schwierigere Moves getanzt. Im Profi-Modus stimmen die Moves teilweise sogar mit den im Videoclip gezeigten Schritten überein. Synchron ist aber anders, am besten man konzentriert sich rein auf den Vortänzer und die Piktogramme, welche von rechts in den Bildschirm fahren. Die Logik der Grafiken ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Bunte Pfeile, die sofort in das Aug stechen, zeigen die Bewegungen an. Jedoch ist das nicht immer zwingend auch der Weg, den die Fernbedienung nehmen soll! Es ist allgemein eher schwierig auf was man sich bei so vielen Informationen konzentrieren soll. Auf den Videoclip? Den Vortänzer? Die Piktogramme? Oder doch die Songtexte zum Mitsingen?

Die Steuerung - beziehungsweise Erkennung der Moves - funktioniert nicht schlecht. Ein "Cool!“ oder "Toll!“ ist aber auch nur mit sinnlosem Herumwedeln der Fernbedienung zu erzielen, Hauptsache man bleibt im Takt.

Abgerundet wird der Tanz-Modus mit einer nicht ganz ernstgemeinten Darstellung des Spiel-Fortschrittes in Kcal pro Tag.

Party

Für eingefleischte Party-Freaks gibt es zusätzlich den Party-Modus. Ein endloser Tanzspass für 2-20 Spieler. Wie das geht? Gar nicht! Es können auch hier nur zwei Spieler gleichzeitig Tanzen, der Rest singt oder tanzt halt ohne Auswertung mit. Warum dann die Begrenzung bei 20?![Screenshot](/img/6797-dancestar-party.800.720.LJd.0.jpg)

Big Brother is watching you!

Die am Anfang ganz witzige Funktion, dass man vor Tanzbeginn mit der Kamera einen Schnappschuss von sich machen kann, stellt sich ziemlich schnell als äussert nervig heraus. Ohne ein Foto geschossen zu haben kann ein Song nämlich gar nicht gestartet werden. Man ist also gezwungen jedes Mal ein Foto zu machen. Selbst bei Tanzaufnahmen im Studio (dazu im nächsten Abschnitt mehr) muss zuerst ein Foto gemacht werden! Die Fotos werden in einem Fotoalbum abgelegt und können über Facebook oder Twitter geteilt werden. Nebst den Fotos wird beim Tanzen auch immer gefilmt! Am Schluss kann man das Video von sich selbst ansehen und ebenfalls online teilen. Schade, dass einem weder bei den Fotos noch bei den Videos die Wahl gelassen wird ob man das überhaupt möchte!

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