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BlizzCon

May the Force of the Panda be with you

Artikel Simone Schreiber

Am 21. Oktober 2011 öffnete die sechste BlizzCon ihre Pforten in Anaheim, Kalifornien. Für Entwickler Blizzard ist die eigene Messe jedes Mal etwas Besonderes und ein geballtes Feuerwerk an Ankündigungen. Dieses Jahr feierte das Studio nicht nur seinen zwanzigsten Geburtstag, sondern auch fünfzehn Jahre "Diablo". Leider wurde "Titan" noch immer nicht enthüllt, dafür aber das neue Addon für "World of Warcraft", Fakten zum Hack'n'Slay "Diablo 3" und Wissenswertes zu "Starcraft 2: Heart of the Swarm". Wir haben die Highlights der BlizzCon für euch zusammenfasst und beginnen mit der pandastarken neuen WoW-Erweiterung.

Screenshot World of Warcraft: Mists of Pandaria

Nachdem uns Blizzardchef Mike Morhaime eine Dreiviertelstunde lang mit Häppchen zu Diablo 3 und Starcraft abspeiste, lässt ein erkälteter Senior Vice President Chris Metzen, gehüllt in einen Allianz-Hoodie und mit Thrall's Streitkolben bewaffnet, endlich die Katze... Verzeihung, den Panda aus dem Sack: Das nächste World of Warcraft Addon wird tatsächlich "Mists of Pandaria" (zu Deutsch: Nebel von Pandaria). Der vermeintliche Titel kursierte bereits Monate zuvor durch Internetforen und Fanseiten, jetzt ist es endlich offiziell. Um die Ankündigung zu komplettieren, präsentiert man der jubelnden Meute sogleich einen kurzen Trailer, der die Eckdaten der neuen Erweiterung zusammenfasst: Es wird einen neuen Kontinent geben, Pandaria, der von spielbaren, pummeligen Pandabären bewohnt wird, die Maximalstufe wird von 85 auf 90 angehoben und mit dem Mönch wird eine neue spielbare Klasse eingeführt. Die obligatorischen Änderungen am Talentsystem, neue Dungeons und Schlachtzüge, sowie die Haustierkämpfe werden nur nebenbei angeteasert. Stimmungsvolle Ingame-Videos zeigen uns das neue, asiatische Szenario, voller grüner Bambuswälder, kunstvollen Tempelanlagen, rosaroten Kirschblüten und kunterbunten Kois in glasklarem Wasser. Als die fernöstliche Musik verklingt, sind die ersten Reaktionen etwas verhalten. War "World of Warcraft" mit Drachen, Untoten und Burgen bisher der Inbegriff westlicher Fantasy, soll jetzt eine chinesische Kulisse her. Statt Kriegstrommeln, riesigen Bossen und einer Armada an Bösewichten, lullen uns meditative Klänge und grüne Hügel in einen friedlichen Nebel.

Screenshot (Endlich enthüllt: Das neue WoW-Addon heisst "Mists of Pandaria")

Doch diese Illusion weiss Mike Morhaime mit seiner grollenden Stimme schnell zu zerschlagen. Statt einen neuen, übermächtigen Bossgegner aus dem Hut zu zaubern, machen die Entwickler einen Schritt zurück und behaupten, der grösste Feind sei der ewige Krieg zwischen Allianz und Horde. Die beiden Fraktionen in "World of Warcraft" kämpfen seit jeher um die Vorherrschaft in Azeroth, mussten ihre Differenzen jedoch in den letzten Erweiterungen weitgehend ruhen lassen, um gemeinsam schlimmere Bedrohungen zu bekämpfen. Sobald Todesschwinge, der Endgegner in "Cataclysm", besiegt ist, flammt der alte Hass wieder auf und beide Fraktionen bekriegen sich mit einer Inbrunst, die wir seit "Warcraft II" vermissen. Während einer verheerenden Seeschlacht werden beide an die Küste eines neuen Kontinents angespült, der bisher tief in mystischem Nebel verborgen lag: Pandaria.

Screenshot (Der asiatische Einfluss zeigt sich deutlich, z.B. bei diesem Panda-Buddha)

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