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Castlevania: Lords of Shadow 2

Mega-Enthüllung: Der Durst nach Macht, Ansehen und Blut

Vorschau Benjamin Kratsch

Tief im Inneren, wo kein Licht hineindringt, wo dir die Stille die Kehle zuschnürt und blinde Schaben darben - dort haust Dracula in Konamis neuem Blockbuster "Castlevania: Lords of Shadow 2". Der Schattenfürst erwacht aus dem Dornröschenschlaf und ist hungriger als jemals zuvor. Was dürfen wir erwarten vom Herrn der Finsternis? Wie geht es weiter ohne Hideo Kojimas Auge für Perfektion? Die Antworten zu Mercury Steams Abenteuer liegen tief in der Erde vergraben. "Castlevania: Lords of Shadow 2" Mega-Vorschau

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v. Mirco Ruppelt / Benjamin K.

Das Leiden Satans, verkörpert von feinstem italienischem Marmor, wacht an den hohen Burgdecken über das Vermächtnis des Blutfürsten. Blasphemie? Nicht bei diesem Anblick: Ein Schloss, wie es prunkvoller nicht sein könnte. Uralte Verzierungen schlängeln sich die Turmspitzen hinauf. Erstarrtes Kerzenwachs tränkt abgebrannte Dochte. Auf dem Altar liegt eine kopflose Frauenleiche. Seit Jahrhunderten hat kein Sterblicher dieses Anwesen betretet. Doch tief im Inneren des Gemäuers, wo kein Licht hineindringt und jeder Hilferuf von den Wänden geschluckt wird, liegt eine Holzkiste, dessen Deckel knarzend zu Boden fällt. Nach dem enorm erfolgreichen Castlevania-Neustart lockert Mercury Steam den nächsten Sargnagel. Der Herr der Finsternis ist wieder im Blutrausch.

Eine hungernde Bestie im Blutrausch

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"Castlevania: Lords of Shadows 2" knüpft lückenlos an die Geschehnisse des Vorgängers an und beginnt im Schlosse Draculas. Dessen Bewohner: Gabriel Belmont, der nun als Reinkarnation des Vampirmeisters aus einem tiefen Schlaf erwacht. Silberne, schulterlange Haare fallen ihm in fettigen Strähnen ins Gesicht. Seine Brust ist eingefallen, die Wangenknochen ausgemergelt. Blut- und Mordlust haben sichtliche ihre Spuren hinterlassen. Doch der Geruch nach Menschenfleisch hat ihn aus dem Dornröschenschlaf gezogen; nach Jahrhunderten des Darbens erwacht die Bestie mit glühenden Augen. Und bei Gott, sie ist wütender als jemals zuvor.

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Gabriel Belmont auf der Jagd nach Halsschlagadern, wie konnte es so weit kommen? Wer erinnern uns: Ursprünglich kämpfte der Wuschelkopf für die Bruderschaft des Lichts, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Unschuldige vor übernatürlichen Mächten zu beschützen. Allerdings zeigte Gabriel schon im ersten Teil sadistische Züge. Der Verlust seiner Frau machte ihn blind vor Wut. Werwölfe, Schattengeister und andere Ausgeburten der Hölle wurden Opfer seines gnadenlosen Rachefeldzuges. Als ihn schliesslich in einem Moment der Schwäche die Dämonen verführen, wird dem Belmont-Abkömmling seine verschleierte Sicht zum Verhängnis: Er verschmilzt mit dem Vampirherren - und damit zum eigenen Erzfeind.

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