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Metal Gear Solid: Ground Zeroes

Hideo Kojima: Werdet ihr entdeckt, wechselt das Gameplay von Infiltration auf Flucht

Interview Benjamin Kratsch

Hideo Kojima in London: Der Papa von Solid Snake spricht über "Metal Gear Solid: Ground Zeroes", seine Vorliebe für Helikopter und warum Basenbau ein wichtiges Element für „Metal Gear Solid 5“ wird. Ausserdem: Wie ihn Konamis Präsident anrief um mal eben ein neues "Silent Hill" mit Fox-Engine zu "buchen", er sich selbst als Angsthase bezeichnet und sich die Waffenforschung für Solid Snake im Jahr 2048 auch mit eurem Smartphone managen lässt.

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25 Jahre "Metal Gear". 25 Jahre Stealth-Action par excellence. Und 25 Jahre Cutscenes, die man locker in einen Film verpacken könnte. Oh das passt ja, Kojima arbeitet ja gerade an einem "Metal Gear Solid"-Film wie er auf einem exklusiven Panel auf der Eurogamer Expo 2012 in London verriet. Fast 1000 Leute wollten eigentlich Mister "Solid Snake" Kojima im edlen Earls Court im Herzen Londons besuchen. Doch nur knapp 500 kamen rein, die Location war "lediglich" auf 400 Plätze ausgelegt. Und es sollte sich lohnen, denn Kojima schlenderte gut gelaunt zu seinem Podium, plauderte über die gesamte Entstehungsgeschichte der Reihe und feuerte eine Neuigkeit nach der anderen ab.

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Die News und Feature-Ankündigungen zu "Metal Gear Solid: Ground Zeroes" und "Silent Hill 7" gibt's gleich, gestartet wird mit ein bisschen Nostalgie. Bei 25 Jahren darf man schon mal wehmütig zurückschauen an die Anfänge von Solid Snake. Kojima gilt als grosser Film-Fan, wollte ursprünglich Kino-Regisseur werden und nach Hollywood gehen, hat er sich da eventuell ein bisschen an "Die Klapperschlange" orientiert? Ein fast schon legendäres B-Movie mit Kurt Russel in der Hauptrolle, welches im Original "The Snake" heisst.

Kojima: Haha, tatsächlich mag ich den Film, unser Solid Snake hat damit aber überhaupt nichts zu tun. Ich wollte einen Namen, einen Codenamen für diesen Special Agent der den Charakter schön umschreibt: Schlangen sind Wesen, die sich leise und unverdächtig an dich heranschleichen und blitzschnell zustechen. Nahezu unsichtbar und tödlich - das passte super zu dem Typ, den ich schaffen wollte.

Auf dem Panel erklärt er auch warum er sich eigentlich für einen sehr amerikanischen Charakter entschieden hat obwohl er selbst in Japan geboren wurde und aufgewachsen ist.

Kojima: Ich wollte als Kind eigentlich immer Regisseur werden und war ein grosser Fan der typisch amerikanischen Action-Helden die waren mir allerdings etwas zu flach - Snake sollte mehr Tiefe haben. Ich schätze ich habe in meiner Kindheit und als Teenager sehr viel mehr amerikanische Einflüsse bekommen als japanische, was sicher daran lag das ich mit meinen Eltern viel gereist bin. Aus Japan kamen wenige Blockbuster, Hollywood war damals das was mich angemacht hat. Bis auf "Snatcher" spielen daher all meine Games in den USA.

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