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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

Kindersoldaten, Sex, Folter und Mutterbasen: Kojima will es allen zeigen

Vorschau Benjamin Kratsch

"Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain“ das ist ein Spiel der Extreme. Wo sich in Hideo Kojimas Universum Wahnsinn, Folter und extreme Brutalität die Hand mit süffisanten Szenen reichen, in der eine Ziege gen Himmel steigt und in unserer Mutterbasis landet. Ein epischer Koloss, der eine der grössten Geschichten der Spielelandschaft zum Abschluss bringt, Fragen aufwirft und erklärt, sich aber auch nicht davor scheut neue Gameplay-Mechanismen auszuprobieren und euch taktisches Denken abverlangt. „Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain“ - Mega-Preview.

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Die Tragik seines Falls ist schwer in Worte zu fassen. Freunde fielen für eine höhere Gerechtigkeit. Geist und Körper sind geschunden von niemals endenden Kriegen und Konflikten. Belogen, betrogen und verraten von jenen, den er vertraute. Zu oft handelte er falsch im Glauben das richtige zu tun. Armer Naked Snake. In „Metal Gear Solid 5: Phantom Pain“ tritt dieser „Lonesome Rider“ der Spielegeschichte seine wohl letzte Reise für den Frieden an.

Wahnsinn mit Methode

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Man kann Hideo Kojima vielerlei vorwerfen. Beispielsweise mehr Film als Spiel in seiner grossen „Metal Gear Solid“-Reihe darzubieten. Einen nur leicht interaktiven Trip, der endlos lange Cutscences einspielt, um Spielzeit zu strecken. Man kann ihm gern Irrsinn vorwerfen, bei all den kranken Charakteren, die bereits Eingang gefunden haben in die Spielhistorie. Wer erinnert sich nicht an Psycho Mantis, der wie durch pure Magie wusste, was ihr gerne spielt. Oder The End, einen hundertjährigen Scharfschützen, den ihr nicht nur im Kampf besiegen konntet, sondern mit zweiwöchiger Spielunterbrechung seinen natürlichen Tod abwartet. Makaber? Sicher. Aber leider geil, denn die vielen kleinen Details, Extras und Anekdoten machten die „MGS“-Spiele zu einem El Dorado entdeckungsfreudiger Naturen. Was man ihm aber nicht vorwerfen kann: Planlos zu sein. Denn er versteht, einen Charakter zum Symbol völliger Verzweiflung und Zerstörung zu formen.

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