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Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain

Sea Hawk Down & Quiets Sex-Skandälchen

Vorschau Benjamin Kratsch

Games.ch jettet nach Tokyo, trifft Creative Director Hideo Kojima, plaudert mit ihm über den kleinen Twitter-Skandal um zu viel Sexappeal und analysiert zwei längere Präsentationen. Wir sagen euch, warum Kojima Productions Gas geben muss wenn sie weiter zu den Top-Entwicklern dieser Industrie gehören wollen. Während der Nachteinsatz vor allem auch technisch beeindruckt, Kojima herrlich mit Schatteneffekten spielt um uns einen Schauer über den Rücken zu jagen, versagt er bei Standarddisziplinen wie Schiessereien, Zielsystem und Animationsabstufungen. „Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes“ – Mega-Preview.

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Hideo Kojima ist einer der wenigen verbliebenen Rockstars dieser Branche. Er ist meinungsstark und experimentierfreudig; brutal und kompromisslos in seinem Design. Kojima zieht sein Ding durch, auch wenn ihm das mitunter harte Kritik einbringt: „Ich liebe unsere Fans, sie haben Metal Gear zu dem gemacht was es heute ist. Aber ich koche kein Gericht, lasse jeden mal kosten und würze je nach Geschmack mit Oregano oder Chili nach. Ich koche MEIN Gericht, weil ich glaube das die Leute der Geschmack überraschen wird“. Wer Kojima trifft, der erlebt einen Mann, der ständig davon getrieben ist die anderen zu übertreffen: „Den grössten Druck mache ich mir selbst. Ich versuche zumindest immer mit Elementen zu experimentieren, die unsere Branche ein kleines Stückchen nach vorne bringen können“. Tatsächlich hat er die Spieleindustrie entscheidend geprägt: Schaut man sich die schauspielerisch exzellent gemachten Zwischensequenzen der „Metal Gear“-Reihe an, dann ist nicht von der Hand zu weisen das ein „Beyond: Two Souls“ oder „The Last of Us“ sich viele Tricks von Kojima abgeschaut hat.

Call of Metal Gear?

ScreenshotAuf Kojimas Pressekonferenz auf der Tokyo Game Show stockte jedem Journalisten mehr als einmal der Atem: Slow-Mo-Ballerei, fast schon wie in „Max Payne“? Regenerative Energie wie in „Call of Duty“ und sogar Bluttropfen laufen jetzt unter Beschuss über den Bildschirm – auch wieder so eine Erfindung von Activisions Blockbuster. Die Infiltration in eine Hochsicherheitsanlage der US-Armee auf Kuba fühlt sich erstaunlich getrieben an und für den Erfinder des Stealth-Genres auch eigentlich zu actionreich.

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In den ersten Minuten läuft das Gameplay noch wie gewohnt: Man schleicht von Deckung zu Deckung, lehnt sich an Zeltstangen an und legt sich auf den Boden um nicht von patrouillierenden Soldaten und Scharfschützen auf den Türmen gesehen zu werden. Doch dann wird’s schnell rabiater: Kojima zückt eine Pistole, visiert den ersten Scharfschützen auf einem der Wachtürme an und verpasst ihm einen Kopfschuss.
Okay, er verwendet eine schallgedämpfte Waffe  - das passt noch in den Kanon. Doch wenige Augenblicke später wird’s sehr, sehr viel wilder: Kojima schleicht auf einen Turm, will einen Gegner im Nahkampf ausschalten – versagt dabei aber und der gibt Alarm. Laute Schreie hallen durch den Saal, Befehle werden gebrüllt und schon bald befindet sich die ganze Basis in Gefechtsbereitschaft. 


 

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