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Killzone: Shadow Fall

PS4-Grafikporno mit spielerischer Freiheit

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

„Killzone 4: Shadow Fall“ – der erste grosse Test für die Schweiz. Wir haben Guerilla Games Grossangriff auf „Call of Duty“ & Co. durchgespielt, sagen euch ob die deutlich grösseren Level zu mehr Freiheit einladen, ob Story und Charakterzeichnung besser sind als bei der Konkurrenz und der Multiplayer rockt. Eines können wir aber schon mal verraten: „Killzone 4“ sieht so geil aus wie „Crysis 3“ auf einem 2000-CHF-PC. „Killzone 4“ – Mega-Test!

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Von Benjamin Kratsch
@TheDudelino

„Killzone 4: Shadow Fall“ ist die Offenbarung für Playstation-Fans: Es ist der absolute Wahnsinn wie gut dieses Spiel aussieht. Wie kleine Staubpartikel durch enge Tunnel flirren und von sanften Sonnenstrahlen reflektiert werden, die nur durch ein paar Einschusslöcher strömen. Wie fantastisch das Spiel von Licht und Schatten wirkt, wenn uns mächtige Helghast-Schweinwerfer versuchen zu finden. Wie toll das Mündungsfeuer und wie imposant die Skyline von Vekta aussieht. Aber „Killzone 4“ ist nicht einfach nur ein Grafikblender, es ist ein fantastisches Spiel mit richtig viel Freiraum. Ist es vielleicht sogar besser als Shooter-Gott „Battlefield 4“? Wir haben Sonys  Edel-Shooter von Guerilla Games als einziges Schweizer Medium bereits auf einem Testevent durchgespielt. 


Das Leveldesign: Schleichen oder bomben? 


Mehr Freiheit als in „Call of Duty: Ghosts“



ScreenshotDie grösste Überraschung findet sich sicher im Leveldesign: Wo ihr in „Call of Duty: Ghosts“ oder „Battlefield 4“ streng einer Route folgt, vielleicht mal eine Abzweigung nehmen dürft, aber sonst im starren Shooter-Korsett ballert, spielt sich „Killzone 4“ sehr viel befreiter. Sollen wir beim Angriff auf ein nobles Appartement in Vekta mit der Tür ins Haus fallen? C4 dran, sprengen und Bam-Boom-Bang? Oder schleichen wir eine Treppe nach unten, erledigen eine der Wachen mit dem Messer und die anderen beiden mit schallgedämpfter Maschinenpistole Marke LS12 Ripper? Oder suchen wir vielleicht die Umgebung ab, entdecken eine Röhre, die zu einem Ventilationsschacht führt, krabbeln hier durch und schmeissen von oben C4 und Granaten? Eine pazifistische Lösung gibt’s indes nicht, die Helghast in dem Raum müssen alle erledigt werden, sonst geht die Mission nicht weiter. Nur schleichen ist also nicht drin, plumbes Ballern gibt’s aber eben auch deutlich seltener als in den meistern Shootern. Das liegt vor allem auch am klar taktisch ausgerichteten Gameplay: Wer hier in einen Raum stürmt, der sieht die Radieschen schneller von unten als er „TacOps – Zugriff“ schreien kann. Es ist wichtig immer nach Deckung zu suchen, auch ist die Munition oft knapp. Wir schnellen ergo von einer Schutzvorrichtung zur nächsten, knallen ein bis zwei Gegner ab und suchen dann erstmal wieder Deckung.

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Integraler Bestandteil des Arsenals von Protagonist Lucas Kellan ist seine Hightech-Drone: Die OWL. Praktisch: Als würden wir auf einem integrierten iPhone spielen, wischen wir auf dem Touchpad des DualShock4-Controllers in eine von vier Richtungen und aktivieren so die unterschiedlichen Funktionen von Kollege OWL: Der Elektroschock ist praktisch um Gegner zu stunnen, sie bewegen sich dann langsamer als wir und sind ein leichtes Ziel. Der erstaunlich robuste Energieschild hingegen hilft vor allem, wenn wir später New Helghan, das neue zu Hause der Helghast auf der anderen Seite der Mauer infiltrieren und es mit schwer gepanzerten Eliteeinheiten zu tun bekommen, gegen deren Titanschilder nicht mal Granaten sonderlich viel ausrichten. Alternativ können wir der Drohne auch jederzeit den Angriff befehlen – sie hält zwar nicht besonders viel aus, regeneriert sich aber flott und ist herrlich geeignet um die Truppen von Ober-Helghast Tyran so zu beschäftigen, das sie ihren Schild vergessen, uns ihren ungeschützten Rücken zuwenden und wir nur noch draufhalten müssen. Wer es etwas actionlastiger mag, kann eine Art Bullet-Time der Drohne aktivieren: Sie hält die Zeit leicht an, wir können dann in bester „Max Payne 3“-Manier Kopfschüsse verteilen.

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