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inFamous: Second Son

Hochgeschwindigkeits-Thriller mit Abigail Walker

Test Benjamin Kratsch getestet auf PlayStation 4

Das Gameplay:


Schnell wie der Wirbelwind, präzise wie eine Sidewinder-Rakete



Screenshot„First Light“ wird als Standalone-Erweiterung vertrieben, sprich ihr müsst nicht zwingend „Infamous: Second Son“ besitzen. Wer das allerdings tut, darf die optionale Highscore-Jagd nach der Kampagne in einem Hochsicherheitstrakt der DUP auch mit Delsin und dessen Fähigkeiten bestreiten. Abigail operiert mit einem ähnlichen Arsenal an Fertigkeiten, die über besagtes digitales Trainings-Camp immer wieder zwischendurch auch Neueinsteigern der Serie gezeigt werden. Die Autoren schaffen es dabei schön keine harten Brüche entstehen zu lassen, es ist viel mehr eine Situation, in der sich Abigail lange mit einer ranghohen DUP-Offizierin unterhält und dabei Revue passieren lässt, was sie alles erlebt hat. Die Einsätze finden ergo in Rückblenden statt und setzen sich vor allem aus Hochgeschwindigkeitsrennen zusammen, bei denen ihr die Sprint-Fähigkeit in absurde Höhen treiben müsst, in dem ihr zusätzliche Conduit-Felder durchquert, die euch wie in einem Rennspiel noch mal einen Zusatzturbo geben. Das ist mitunter durchaus knackig, weil diese Aufgaben in der Regel innerhalb eines begrenzten Zeitlimits zu schaffen sind. 


Schöne Ideen, aus „Watch Dogs“ entliehen


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Und da „Watch Dogs“ ja immer noch recht trendy ist, haben sich die Entwickler hier einige Ideen abgeguckt, wie ich finde mitunter aber cleverer, weil detektivisch fordernder eingebaut. Beispielsweise müsst ihr Kameras hacken, um den Tathergang eines Mordes zu rekonstruieren. Dazu bewegt ihr euch in einem festgelegten Radius, der aber auch zulässt die falschen Kameras anzuzapfen, ihr müsst euch ergo schon an markanten Stellen von Strassen orientieren und ein bisschen mitdenken. Noch stärker gefragt ist das Antizipieren bei der Suche nach Polizei-Drohnen. Die bewegen sich nämlich recht schnell, ihr müsst ergo aus einem Bild einer Überwachungskameras, das beispielsweise ein berühmtes Gebäude von Seattle zeigt, schlussfolgern wo sich die Drohne jetzt befinden könnte – ergo rund eine Minute nach der Aufnahme. Schön, dass Sucker Punch auch mal die Geschwindigkeit in diesen Missionen ein bisschen rausnimmt. Der Rest ist ziemlich auf Krawall gebürstet, ihr müsst euch in Laser-Duellen mit ganzen Armeen einer Drogengang messen und natürlich auch wieder gegen schwer bewaffnete DUP-Spezialeinheiten kämpfen, die mitunter auch interessante Conduit-Kräfte haben und so ein anderes Vorgehen erfordern. Das ist nicht zwingend komplett neu, sondern nur Abwandlungen von der Missionsstruktur von „Infamous: Second Son“, aber die Durchmischung funktioniert gut.

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