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Sphero 2.0

Sphero: Zero oder Hero?

Hardware: Test Beat Küttel

Der Herbst ist euch zu grau und zu langweilig? Ihr wollt etwas Farbe und Bewegung in den trüben Alltag bringen? Ihr habt ein iOS- oder Android-Gerät in eurem Haushalt? Wenn ihr alle drei Fragen mit “ja” beantwortet habt, dann könnte der “Sphero 2.0” vielleicht etwas für euch sein. Ihr wisst nicht, was ein Sphero ist? Uns erging es bis vor kurzem nicht anders, doch eines Tages landete ein unscheinbarer, kleiner, weisser Ball in der GAMES.CH-Redaktion, und so kam die ganze Sache sprichwörtlich ins Rollen. Was es mit diesem Smartphone-gesteuerten Gesellen auf sich hat, was es für Apps und Games dafür gibt und ob er vielleicht sogar ein passendes Weihnachtsgeschenk für den kleinen Bruder oder das Patenkind ist, werden wir euch in den folgenden Zeilen verraten.

Falls ihr nach diesen einleitenden Zeilen noch ein wenig verwirrt seid, und euch immer noch fragt, was denn genau der Sphero 2.0 genau ist und was er kann, keine Sorge. Bei der neuen Auflage des Sphero (das 2.0 lassen wir der Einfachheit halber weg) handelt es sich um einen Kunststoffball, in dessen Inneren ein Bluetooth-Sender, ein Gewichtsverlagerungsmechanismus sowie ein LED-Beleuchtungssystem schlummern. Dank der LEDs erstrahlt der normalerweise weisse Sphero in 16 Millionen verschiedenen, wählbaren Farben. Dabei kann er eine von euch gewünschte Farbe fest anzeigen, oder in abwechselnden Farben pulsieren, ganz nach dem Geschmack seines Meisters. Und Meister ist derjenige, dessen iPhone, iPad oder Android-Gerät per Bluetooth mit dem Sphero verbunden ist. Das klingt immer noch nicht besser? Keine Sorge, denn natürlich haben sich die schlauen Ingenieure beim Hersteller Orbotix was dabei gedacht, als sie den iOS- und Android-Support ins Auge fassten. Da gibt es einerseits die eigentliche Sphero-App, andererseits aber noch viele weitere Augmented-Reality-Apps und Games, die man entweder kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt aus dem jeweiligen App-Store herunterladen kann.Screenshot

App-gefahren

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Haupt-App, die benötigt wird, um den Sphero überhaupt erst einmal zu kalibrieren und die ersten Rollversuche zu unternehmen. Nachdem ihr den Sphero also zum ersten Mal ausgerichtet und euch die verschiedenen Elemente auf eurem Smartphone Bildschirm angeschaut habt, beginnen die ersten unsicheren Fahrversuche. Gesteuert wir dabei indem ihr auf ein Abbild des Spheros drückt. Wie bei einem virtuellen Joystick, den die Smartphone-Gamer unter euch ja sicherlich auch kennen, bewegt sich die kleine Kugel dann in die entsprechende Richtung. Da die Geschwindigkeit zu Beginn aufs Maximum von zwei Metern pro Sekunde eingestellt ist, schlittert der inzwischen bunt leuchtende Ball erst einmal mit einem lauten Knall gegen die Wand. Denn obwohl der Sphero nur etwa die Grösse eines Tennisballs hat, ist er erheblich schwerer. Laute Rollgeräusche auf harten Unterlagen wie Parkett oder Steinböden sowie unüberhörbare Kollisionen sind deshalb praktisch unumgänglich. Doch zum Glück lässt sich die Empfindlichkeit auch herunterschrauben, sodass unser kleiner Spielgefährte nun in deutlich gemütlicherem Tempo vor sich hin rollt. Doch einfaches in der Gegend herumrollen, und ab und zu mal mit einem Boost hüpfen oder schneller rumflitzen dürfte wohl den meisten schnell verleiden. Da hilft auch die Tatsache, dass es eine Art Experience-Points gibt, dank denen man den Sphero aufleveln und neue Spielereien freischalten kann, nicht wirklich.
Gut, dass es sowohl im iOS- als auch Android-App-Store eine zwar recht überschaubare, aber doch abwechslungsreiche Auswahl an Apps für den Sphero gibt.Screenshot

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