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Apple Watch Series 4 - Hardware Test

Vier gewinnt?

Hardware: Test Beat Küttel

Die Apple Watch ist ein voller Erfolg. Allen Kritikern und Zynikern zum Trotz hat sich die Smartwatch innert weniger Jahre zur erfolgreichsten und umsatzstärksten Uhr überhaupt gemausert. Nichtsdestotrotz wurden auch Rufe nach mehr Innovation laut. Doch was ändert man an einem so kleinen Stück Hardware, ohne gleich das ganze Konzept über den Haufen zu werfen und damit womöglich die Käuferschaft zu verärgern? Apple hat das mit der Apple Watch Series 4 probiert, und sowohl am optischen Design gefeilt, als auch in Sachen Hardware-Innenleben und Software neue Ideen am Start. Wir konnten die vierte Iteration der in Cupertino erdachten Smartwatch ausführlich testen und verraten euch, weshalb wir es hier mit der besten Smartwatch 2018 zu tun haben.

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Klar, viele Leute rümpfen auch heute noch die Nase, wenn es um Smartwatches geht. Sie sehen halt doch irgendwie anders aus im Vergleich mit Oldschool-Chronometern, und ohne das feine, oft handgefertigte mechanische Innenleben ist es für Puristen eben keine “richtige” Uhr. Doch dabei wird einfach komplett übersehen, was für technische Wunderwerke wir da inzwischen an unseren Handgelenken tragen, und wie sich diese in nur wenigen Jahren entwickelt haben. Das gilt ganz besonders auch für die Apple Watch Series 4. Diese wartet nämlich mit einer Vielzahl an Neuerungen auf. Zwar sind vieles davon eher kleinere Anpassungen, doch ergeben sie zusammengenommen eben doch eine deutlich vielseitigere Smartwatch und ermöglichen in einigen Fällen gar bahnbrechende neue Features.

Redesign mit Augenmass

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Der erste Eindruck, wie so oft im Leben, ist natürlich der optische. Apple hat nämlich zum ersten Mal überhaupt am Design der Apple Watch gefeilt. Allerdings hat man sehr darauf geachtet, nicht einfach alles über den Haufen zu werfen, denn die Form und andere optische Eigenschaften der Apple Watch sind inzwischen fast schon zu ikonisch und wiedererkennbar, um sie einfach so über Bord zu werfen. Stattdessen wurde ganz behutsame Anpassungen am Gehäuse vorgenommen. Dieses ist nun dünner, genauer gesagt 10.7mm gegenüber 11.4mm bei der Series 3. Das ist zwar nicht etwas, was man auf den allerersten Blick sieht, aber bei genauerer Betrachtung merkt man, wie klobig die neue Apple Watch die alten Modelle aussehen lässt. Für viele deutlich wichtiger als eine geringere Dicke ist aber wohl das Plus beim Screen. Einerseits sind die Watches dieses Jahr ein kleinwenig grösser (44 und 40 gegenüber 42 und 38mm) als bis anhin. Zusätzlich geht der Screen nun auch viel weiter in die Randbereiche hinaus und schmiegt sich schön an die abgerundeten Ecken der Watch an. Daraus resultiert eine über 30% grössere Fläche, was natürlich gerade bei so einem kleinen Device absolut Gold wert ist. Die grundlegende Benutzerführung wurde dabei beibehalten, doch es ist nun auch mit etwas “kräftigeren” Fingern deutlich besser möglich, auch kleine Schaltflächen problemlos zu treffen. Natürlich liess man es sich bei der Gelegenheit aber auch nicht nehmen, einige neue Zifferblätter zu veröffentlichen. Ganz besonders hervorzuheben ist hier das sogenannte Infograph-Zifferblatt, welches wunderbar Gebrauch macht von der grösseren Anzeigefläche. Bis zu 8 Komplikationen könnt ihr gleichzeitig anzeigen lassen, und habt dabei sowohl inhaltlich als auch in Sachen Optik viele Freiheiten. Ihr wollt in den äusseren Ecken Fitness-Daten und in der Mitte die Uhrzeiten von verschiedenen Zeitzonen anzeigen? Oder Wetter, Fitness, Herzdaten und Kalender mischen? Ihr habt wirklich fast freie Hand, und auch farblich lässt sich zwischen eher dezent bis ausgeflippt einiges bewerkstelligen. Auch weitere Zifferblätter wurden designt, und zwar mit richtig tollen Effekten. Feuer, Wasser oder bunter Staub, schön auf den Screen abgestimmt, so dass Flammen oder das Wasser realistisch vom Rand des Displays abprallen. Klar, Nutzen bringt dies keinen, aber es sieht wirklich extrem cool aus. Wahlweise kann man diese Effekte auf den ganzen Screen ausweiten, oder etwas kleiner halten, um am Rand Komplikationen zu platzieren. Ebenfalls ein Update erfahren hat die Digital Crown, die nun echtes haptisches Feedback beim scrollen liefert. Zudem wurde auch die Anordnung von Lautsprechern und Mikrofon optimiert, es hat sich also äusserlich durchaus einiges getan. Dennoch bleibt das bekannte Aussehen grösstenteils bestehen und man bemerkt die Unterschiede nur beim genauen Hinsehen. Während des Gebrauchs gar nicht zu sehen ist der neue Herzsensor der zweiten Generation, welcher um einiges genauer arbeitet. Dieser sieht zwar auch äusserlich deutlich anders aus als in den bisherigen Apple Watches, aber da dieser Teil der Uhr auf dem Handgelenk aufliegt, sieht man das natürlich absolut nicht. Dennoch eine wichtige Neuerung.

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