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Ary and the Secret of Season - Vorschau / Preview

Action-Adventure zwischen Zelda und Pixar

Vorschau Video Benjamin Braun

Schwertkämpfe, das Erschaffen von Jahreszeitenblasen oder kreative Rätsel sind nur drei der Komponenten, die „Ary and the Secret of Seasons“ ausmachen. Hinzu kommen ein ansprechender Comicstil bei der Grafik und eine sympathische Protagonistin, die im ersten Augenblick nicht zufällig wie ein Knabe wirkt. In unserer Preview zum Action-Adventure verraten wir euch, weshalb US-Publisher Modus hier eine echte Indie-Perle unter seine Fittiche genommen haben könnte.

Aus Belgien kennt man gute Fritten, Pralinen oder, je nach Gusto, eine Fülle an aromatischen Biersorten. In Belgien aber sitzen auch die Macher des Action-Adventures „Ary and the Secret of Seasons“, einem der vielversprechendsten Indie-Titel der letzten Jahre. Darin schlüpft ihr in die Rolle der namensgebenden Aryelle, die Tochter des sogenannten Wächters des Winters. Eigentlich befindet sich das junge Mädchen, das sich nach einem kleinen Zwischenfall von ihre langen Haarpracht trennen muss, in ihrem Abenteuer bloss auf der Suche nach ihrem Bruder Flynn. Letztlich aber muss die liebenswerte Protagonistin jedoch ihre Welt namens Valdi vor grossem Übel retten.

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Dabei zückt sie nicht nur ihr Schwert im Kampf, sondern erschafft auch Jahreszeitenblasen, um Rätsel zu lösen oder um sich im Kampf mit aggressiven Pflanzen oder zähnefletschenden Hyänen einen Vorteil zu verschaffen. Auf dem Line-up-Event von Indie-Publisher Modus in München konnten wir uns Arys Abenteuer näher anschauen und verraten euch in unserer Preview, weshalb wir uns sehr auf das Action-Adventure irgendwo zwischen Pixar-Stil und „The Legend of Zelda“ freuen.

Herrin der Jahreszeiten

In „Ary and the Secret of Seasons“ schlüpft ihr in die Rolle der jungen Aryelle. Sie ist kein gewöhnliches Mädchen, sondern die Tochter des sogenannten Wächters des Winters. Was das bedeutet, das merkt ihr bereits früh im Abenteuer. Denn Ary kann lokal begrenzte Bereiche der Spielwelt Valdi in eine bestimmte Jahreszeit versetzen. Sie schaltet also nicht wie in Focus Home Interactives Puzzle-Adventure „Seasons after Fall“ in der gesamten Umgebung zwischen Frühling, Sommer, Herbst oder Winter hin und her. Anfangs muss Ary bei der Erschaffung dieser Jahreszeitenblasen, die später durch Fähigkeitenupgrades vergrössert werden können, mit dem Winter Vorlieb nehmen. Damit friert sie etwa Wasserflächen ein, um sie zu überqueren, oder ärgert einfach nur die Bewohner ihres Heimatdorfes. Mana oder Ähnliches braucht ihr indes nicht, um diese Jahreszeitenglocken zu erzeugen, genauso wie es im Spiel keine Ausdaueranzeige und nicht mal eine Sauerstoffleiste bei den hier und dort notwendigen Taucheinlagen gibt. Ary kann in jedem Fall im Laufe ihres Abenteuers Glocken in allen vier Jahreszeiten erschaffen. Sie erzeugt also später auch Herbstblasen, in denen es unaufhörlich regnet, oder Sommerblasen, die in Verbindung mit einem verstärkenden Monolithen sogar einen riesigen Wasserfall austrocknen können.

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Zu Beginn begibt sich Ary bloss auf die Suche nach ihrem verschollenen Bruder Flynn. Wie uns die Entwickler aus Belgien verraten, spielt dieser Teil der Story am Ende jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Es ist die Geschichte des Erwachsenwerdens von Ary, die schliesslich die ganze Welt vor dem Untergang bewahren und sich selbst finden muss. Ob sie dabei auch tatsächlich älter wird, das wollte uns Wolf Van Herreweghe noch nicht verraten. Klar ist jedoch, dass die anderen Wächter der Jahreszeiten Ary ihre Fähigkeiten nicht aus freien Stücken überreichen. Auf Bosskämpfe, wie wir sie etwa gegen fiese Hyänenbosse erlebten, wird es mit den Wächtern wohl nicht hinauslaufen. Ihnen die Macht über die Jahreszeiten zu stehlen, scheint jedoch unumgänglich.

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