Games.ch

Assassin's Creed Chronicles: India - Test

Assassinen im Orient

Test Video JoelK getestet auf Xbox One

Mit „Assassin’s Creed Chronicles India“ erscheint jetzt bereits der zweite Teil der Chronicles Spin-Offs von Climax Studios rund um die beliebten Assassinen. Doch auch wenn das Spiel das Siegel der Assassinen trägt, so erinnert es doch an vielen Stellen an den Ursprung der Reihe: "Prince of Persia".

Wir schlüpfen hier in die Haut des indischen Assassinen Arbaaz Mir um 1841, der sich gegen die englischen Besatzer Indiens und natürlich auch die Templer durchsetzen muss. Diese haben nämlich einen wertvollen Edelstein gestohlen, der zu allem Übel auch ein mächtiger Edensplitter ist. Die Story hier ist jedoch vernachlässigbar, da der Grossteil des Spiels ohne wirklichen Fokus auf Story auskommt. Lediglich gezeichnete Zwischensequenzen zwischen den Leveln treiben den Plot voran, der oft eher wie ein Mittel um die Szenerie zu wechseln.

Was jedoch bei der ersten Zwischensequenz auffällt ist der aussergewöhnliche Grafikstil des zweieinhalbdimensionalen Abenteuers. Jede Szene wirkt wie ein Gemälde und selbst kleinere Details wie Blutspritzer und Staubwirbel haben einen orientalischen Flair. Grafik und Setting gehen hier Hand in Hand, ähnlich wie schon beim Vorgänger „Chronicles China“.

Zurück zu den Wurzeln

Die grösste Überraschung, besonders für Fans der „Assassin’s Creed“ Serie wird wohl der Fokus auf Stealth sein. Während die Hauptspiele der Reihe hauptsächlich auf brachiale, leicht zugängliche Action setzen, liegt hier der Fokus in der Suche nach einer möglichst heimlichen Route durch die recht linearen Gebiete. Zwar besitzen wir als Arbaaz auch ein Schwert und können im Notfall ordentlich austeilen, aber gegen mehr als einen Gegner wird es nahezu unmöglich, zu überleben, da praktisch jeder eine Feuerwaffe trägt. Auch die Hilfsmittel dienen nur dazu, Gegner abzulenken und Fallen auszulösen.

Screenshot

Der zweite grosse Teil des Spiels ist das Klettern durch die bunt gestaltete orientalische Welt. Wäre hier noch der Wandlauf enthalten, wäre es ein neues Prince of Persia. Typisch „Assassin’s Creed“ sind jedoch die Mängel die hier auftreten, gerade durch die zweidimensionale Bewegung durch eine dreidimensionale Welt ist das eindeutige Steuern oft schwer. Zu allem Übel funktionieren auch einfache Eingaben nicht immer. Gerade bei dem doch meist sehr heftigen Schwierigkeitsgrad führt das zu unnötigen Frustmomenten.

Kommentare