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Discovery Tour: Das antike Griechenland - Special

Spielerische Geschichtslektionen

Artikel Video Achim Fehrenbach

Lernspiele gelten als langweilig und zäh, denn wo Informationsvermittlung im Vordergrund steht, bleibt der Spielspass oft auf der Strecke. Nicht so bei "Discovery Tour: Das antike Griechenland" von Ubisoft. Der Spin-off von "Assassin's Creed Odyssey" ist lehrreich und unterhaltsam zugleich.

Ein Hügel im Zentrum von Athen. Im Hintergrund ragt die Akropolis in den Himmel, die Abendsonne taucht die Szenerie in ein mildes Licht. "Willkommen! Ich begrüsse dich im demokratischen Zentrum Athens, welches auch als Pnyx bekannt ist." Die Stimme stammt von Aspasia, griechische Philosophin, Rednerin und Frau des Perikles. Wir begleiten sie auf einem Rundgang über den Hügel, der im antiken Griechenland vorübergehend Ort der Volksversammlung (Ekklesia) war. Mehrere tausend Menschen strömten regelmässig dorthin, um sich die politischen Streitgespräche auf der Rednerplattform Bema anzuhören - und dann über die Geschicke Athens abzustimmen. Während wir vor der Bema stehen, müssen wir unwillkürlich an heutige Talkshows denken. Okay, damals hat man sich wenigstens noch gegenseitig ausreden lassen ...

Der Launch-Trailer zu "Discovery Tour: Das antike Griechenland"

"Discovery Tour: Das antike Griechenland" nimmt uns auf eine Entdeckungsreise, die tausende Jahre zurückreicht. Dabei wirkt alles so frisch und lebendig, als sei es gerade erst passiert. Die Tour ist ein Gratis-DLC von "Assassin's Creed Odyssey", das letztes Jahr für PS4, Xbox One und PC veröffentlicht wurde. Die PC-Version von "Das antike Griechenland" ist aber auch als Standalone-Fassung für 20 Euro erhältlich - und das Geld zweifellos wert. Das Freilichtmuseum, das Ubisoft in der "Odyssey"-Spielwelt errichtet, könnte spektakulärer kaum sein. Statt an staubtrockenen Museumsvitrinen vorbeizuschlendern, werden wir mitten ins historische Geschehen versetzt. Historische Fakten und Figuren werden durch ihren unmittelbaren Kontext lebendig. Das macht das Geschichtswissen ungleich spannender, als müssten wir es aus Museumsplaketten oder Lehrbüchern extrahieren.

Screenshot

Wiege der Demokratie: Auf der Pnyx in Attika, dem heutigen Athen

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