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Assassin's Creed Valhalla - Vorschau / Preview

Vom Wolf geküsst durch England

Vorschau Video Benjamin Braun

Grosse Innovationen erwartet man nach den starken Vorgängern "Origins" und "Odyssey" beim neuen "Assassin's Creed" nicht unbedingt. Unsere mehr als sechsstündige Hands-on-Session beweist: Ubisoft verbessert die Open-World-Reihe mit dem Wikinger-Ableger "Valhalla" in etlichen Bereichen. Doch reicht es damit fürs Abenteuer von Eivor zum krönenden Current-Gen-Abschluss? Unsere Vorschau verrät es euch!

Die Zahl 13 wird von vielen Menschen als Unglückszahl wahrgenommen, einige Airlines überspringen sie bei der Sitzplatzreihung gar. Für Ubisoft hingegen könnte die vermeintlich Pech bringende Ziffer ihre positivste Seite zeigen. Denn ziemlich genau 13 Jahre liegt nun der Launch des ersten Teils der "Assassin's Creed"-Reihe zurück. Mit dem nahöstlichen Abenteuer von Altaïr Ibn-La'Ahad im 12. Jahrhundert hat die Serie heute allerdings fast nur noch den Namen gemein. Was 2007 als relativ linear angelegtes Action-Adventure begann, hat inzwischen viel mehr von einem Rollenspiel in einer riesigen, offenen Spielwelt. Der neueste Teil "Assassin's Creed Valhalla" ist da nicht anders und setzt mit dem Einfall der Wikinger im England des 9. Jahrhunderts erneut auf ein völlig anderes Setting. Konservierte "Odyssey" allerdings noch manche Schwächen des Vorgängers, verbessert "Valhalla" unter anderem Spielbalance und Charaktersystem und reduziert im Rahmen dessen insbesondere die zuletzt recht stark ausgeprägten Grinding-Zwänge. Wir konnten uns mehr als sechs Stunden in einem neuen Abschnitt der Hauptstory austoben, grosse Festungsschlachten ausfechten, etliche Open-World-Aktivitäten absolvieren und uns am Siedlungs-Feature probieren. Ob sich unsere positiven Eindrücke aus der Hands-on-Session im Juni bestätigen und welche neuen Erkenntnisse wir gewonnen haben, erfahrt ihr im Folgenden.

Historischer Königssturz

Auch die neue Demo von "Assassin's Creed Valhalla" entlässt uns in einen späteren Abschnitt des Open-World-Abenteuers, in dem der "Wolf-kissed" genannte Wikinger Eivor und seine Verbündeten bereits Fuss auf angelsächsisches Territorium gesetzt haben. Konkret befinden wir uns in der Grafschaft Leicestershire, einem Teil des Königsreichs Mercia. Noch herrscht dort König Burgred, den wir gemeinsam mit Eivors Bruder Sigurd sowie dem ungleichen Bruderpaar Ivarr und Ubba zu Fall bringen wollen. Ob die beiden letztgenannten Charaktere tatsächlich Söhne des legendären Wikingerkriegers Ragnar Lodbrok waren, ist zwar nicht belegt. Ähnlich wie in der TV-Serie "Vikings" werden historische Persönlichkeiten wie sie jedoch zentral in die Geschichte eingebettet und ihre Biografie notfalls um das eine oder andere fiktive Detail erweitert - so ähnlich, wie ihr das von Leonardo da Vinci oder Benjamin Franklin aus anderen Teilen von "Assassin's Creed" bereits kennt.

Screenshot

Einfach so lässt sich Burgred die Macht selbstredend nicht entreissen, und durch den ebenfalls historisch belegten Marionettenkönig Ceolwulf II. ersetzen. Beim Angriff auf seine Festung flieht er in ein geheimes Versteck. Nur indem wir seine Frau entführen und zum Verrat nötigen, können wir ihn aufspüren und schliesslich ins Exil nach Rom verbannen.

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