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Batman: Arkham VR - Test

Ich bin Batman

Test Video Martin Mayer getestet auf PlayStation 4

Ich bin Batman

In der Höhle unter dem Anwesen verwandeln wir uns in den Fledermausmann. Das passiert grösstenteils, indem wir bloss Knöpfchen in der Umgebung drücken, die Maske selbst setzen wir allerdings manuell auf. Ein grosser Moment, in dem wir uns wahrlich im Körper des dunklen Rächers wähnen, denn kaum haben wir die Fledermauskappe aufgesetzt, sehen wir uns im Spiel. Wir drehen den Kopf nach links, nach rechts, in jede Richtung, die uns beliebt; und im Spiegel werden diese Bewegungen mit einer Genauigkeit nachahmt, die selbst dem grössten Superhelden-Verächter ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

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Wenden wir unsere Aufmerksamkeit vom Spiegel ab, bekommt die Illusion erste Risse. Nach und nach erhalten wir Zugriff auf Batmans Gadgets wie Analysegerät, Bathaken und unser Wurfgerät Batarang, die wir an unserem Gürtel platzieren und von dort aus jederzeit entnehmen können. Ausser diesen Gerätschaften und dem Gürtel selbst ist Batmans Körper allerdings nicht vorhanden. Laut Rocksteady ist das dem Umstand geschuldet, dass bei vielen Spielern Übelkeit entsteht, wenn ein Körper zu sehen ist, der nicht immer exakt das tut, was wir erwarten. Der Atmosphäre allerdings hätte es keinesfalls geschadet, wenn wir anstelle gähnender Leere Körperpanzer und Umgang des Rächers von Gotham City sehen würden.

Die Jagd nach dem Rekord

Die Gadgets müssen wir manuell vom Gürtel nehmen und wieder zurückstecken, wenn wir eine andere Gerätschaft benötigen. Das Zielen mit allen drei ist nicht schwierig, Ungenauigkeiten werden grosszügig vom Spiel korrigiert, egal ob wir mit dem Bathaken nach einem Ankerpunkt greifen, um uns von einem Teil der Bathöhle in den nächsten zu bewegen, oder mit dem Anlysegerät einen Leichnam in der Gerichtsmedizin nach Spuren scannen. Beim Werfen des Batarangs, den wir optional auch in einem kleinen Zielwettbewerb in der Bathöhle einsetzen, stellen wir allerdings fest, dass die Erkennung unserer Wurfrichtung nicht immer korrekt ist. Dieses Phänomen fällt im weiteren Verlauf des Abenteuers aber zunehmend stärker unter den Tisch. Wenn wir kleine Verschlüsse damit bewerfen, um anschliessend die darin befindlichen Zahnräder zu uns rüberzuziehen, gibt es im Blickfeld ohnehin nie mehr als ein anvisierbares Ziel.

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Während der grösste Teil von „Batman - Arhkam VR“ sehr linear abläuft und abseits von versteckten Riddler-Trophäen kaum Extras bietet, gibt es in der Bathöhle einige weitere Zusatzbeschäftigungen. Neben dem genannten Zielwettbewerb mit dem Batarang oder der Analyse mehrere Blutproben sind es allerdings die „gewöhnlichen“ VR-Zusätze, die am meisten Spass machen. Im Fahrzeugbereich dürfen wir etwa Batmans Flugzeug und Batmobil anschauen und in alle Himmelsrichtungen drehen. Letzteres versetzen wir auf Knopfdruck auch in den Panzermodus. Die Verwandlung erfolgt direkt vor unserem Auge und unter so lautem Getöse, dass wir aus freien Stücken gleich mehrere Male die Gestalt des Vehikels wechseln. Insbesondere an dieser Stelle, aber auch beim Betrachten der 3D-Charaktermodelle in Batmans Archiv-Computer, kommt auch der hohe Detailgrad der Grafik zur Geltung. Denn trotz der recht geringen Auflösung über PlayStation VR können wir uns über einen Mangel an Bildschärfe kaum beklagen. Die Schriftzüge der Neon-Leuchtreklame im Hintergrund späterer Spielabschnitte vermag diese Güteklasse nicht ganz zu halten. Allerdings sind das Randdetails abseits des eigentlichen Geschehens, die allenfalls besonders genauen Beobachtern auffallen dürfte.

Aber wir haben ein wichtigeres Ziel: Unser Mitstreiter Nightwing ist verschwunden. Also aktivieren wir seinen GPS-Chip und folgen dem Signal zu seiner letzten bekannten Position.

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