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Battlefield: Hardline

Schiessen oder taktieren? Jack Bauer oder Horatio Caine?

Vorschau Benjamin Kratsch

"Battlefield 5" kommt erst 2016, doch liefert Visceral Games die Überraschung des Jahres? “Battlefield: Hardline” hatte einen schwierigen Start zur E3, trumpft jetzt aber mit spannenden Elementen auf, die uns an Serien wie “24”und “CSI” sowie spielerisch an “Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain” und “Batman: Arkham Knight” erinnern. Und die K.I. rockt richtig.

v. Sandro Odak/Benjamin Kratsch

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Bundesagenten wie Jack Bauer, Drogenimperien, SWAT-Spezialeinsatzkommandos des FBIs. „Battlefield: Hardline“ klingt wie eine „24“-Variante für „GTA 5“, doch Visceral Games und EA wollen damit eine eigene neue Serie starten. Dafür holt man sich Talente aus Hollywood, operiert mit Polizei-Mechaniken und Stealth-Einlagen, die an „Metal Gear Solid 5“ oder „Splinter Cell“ erinnern. Wer jetzt nach seinem guten, alten „Battlefield 5“ schreit, der wurde längst erhört. „Battlefield: Hardline“ ist eine Auskopplung mit Polizei-Hintergrund, „Battlefield 5“ erscheint laut EAs CEO CEO Andrew Wilson 2016 mit klassischem Militärsetting. Ob es in die Zukunft geht oder wie in der Gegenwart bleiben, sei allerdings noch offen. „BF5“ befindet sich aber definitiv in Entwicklung, Wilson habe den Titel bereits gespielt. Doch damit genug der Zukunft, reden wir über die Gegenwart und ein spannendes Event in London. Visceral Games wollte zeigen, was sie können und die Presse bekam den Mund nicht mehr zu. Starke Charaktere, düstere Geschichte und eine extrem smarte K.I. sorgten für zahlreiche Überraschungsmomente an der Themse. Doch was war geschehen?

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Ein schweres Eisentor rollt im Intro knatternd zur Seite. Nick Mendoza und seine Partnerin fahren los in die Ungewissheit von Miami. Vor ihnen liegt ein unschöner Teil Floridas. Schummriges Licht, Graffitis an der Wand und torkelnde Junkies prägen das Bild der Gegend. Schichtbeginn für die zwei Detectives von der Drogenfahndung. Die zwei haben einen harten Fall, in dem sie ermitteln. Es geht um "Hot Shot", eine neue Modedroge im Süden der USA. Doch ans Ziel kommen sie nur über Umwege. Auf Patrouille durch ein Ganggebiet fahren sie an einer Verhaftung vorbei. Der Verdächtige nickt dem Wagen zu – Dealer und Cops kennen sich. Mendoza quetscht den Dealer in einer dunklen Gasse aus, fragt immer wieder nach einem Typ namens „Tap“. Er tauscht Informationen über den nächsten grossen Coup und lässt ihn dafür laufen. So funktioniert das Geschäft zwischen Drogendezernat und den Gangstern. Mendoza hat sich angepasst, will Karriere machen, lässt sich auf schmutzige Deals ein. Ob das hier wohl ein spielbarers „24“ wird? Vielleicht nicht ganz, dafür dürfte das Budget und Kiefer Sutherland fehlen. Aber Visceral Games schielt nicht nur einmal nach Hollywood mit seiner Neuauslegung der Marke.

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