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Blood & Truth (VR) - Vorschau / Preview

Mit beiden Händen

Vorschau Video Benjamin Braun

Kimme, Korn und Rohre

Allzu viel Schaden richten die zahlenmässig deutlich überlegenen Gegner auf einem Baustellengelände in „Blood and Truth“ nicht an. Wir gehen allerdings stark davon aus, dass der Schwierigkeitsgrad der Demo bewusst besonders niedrig angesiedelt ist. Anfangs hatten wir dennoch ein wenig Probleme beim Zielen, da wir die Waffen tatsächlich oft zu tief hielten. Erkannt haben wir erst nach einigen Minuten, dass wir noch gar nicht über Kimme und Korn zielen. Wirklich erkannt haben wir das aber eigentlich nur dadurch, dass ein grüner Zielpunkt eingeblendet wird, sobald wir ziemlich genau über einem Ziel liegen. Was hilft, ist die Move-Controller näher am VR-Headset zu halten. Das gilt sowohl für Gegner, die sich auf derselben Ebene befinden, als auch für die, die uns aus erhabener Position attackieren. Gerade bei denen, die etwas weiter entfernt sind, im Regelfall könnt ihr aber immer noch etwas näher rücken, hilft auch die optionale Bullet Time, die ihr für einen kurzen Moment aktivieren könnt. Obwohl sich Railshooter-artige Schlachten, was anderes ist „Blood and Truth“ nicht, auch wenn wir wir manuell entscheiden, wann wir die Deckung wechseln, meist recht statisch spielen, können wir das in diesem Fall nicht behaupten. Immer wieder mal wechseln auch die Gegner die Deckung oder werfen eine Handgranate in unsere Richtung, die wir greifen und zurückwerfen können.

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Aufgewertet wird das Geschehen aber auch durch verschiedene minispielartige Einlagen. So klettern wir an einer Stelle an einem Gerüst zu einem höher gelegenen Fenster. Dass das ohne herunter zu fallen auch mit nur einer freien Hand geht, mag seltsam klingen. Müssten wir uns allerdings ständig um das Wegstecken und aktive Herausziehen der Waffen kümmern, würde uns das viel mehr auf den Keks gehen, als solche „Ungereimtheiten“. Darüber hinaus mussten wir mit einem Schraubenzieher einen Schalterkasten öffnen und ersten entsprechend aktiv ansetzen und drehen. Während das in der aktuellen Fassung noch etwas unpräzise im Vergleich mit der Handhabung der Schusswaffen wirkt, haben wir das Minispiel beim Schlösserknacken nicht so richtig kapiert. Hier müssen wir gleich zwei Werkzeuge, je eins in jeder Hand, ansetzen, drehen oder heben, um den Verschlusskolben in die richtige Position zu bringen. Beim ersten Schloss gelang uns das (wohl eher zufällig) innerhalb weniger Sekunden. Beim zweiten Schloss der Demo, in der wir in der Rolle unseres Helden offenbar unsere Mutter befreien (oder vielleicht nur eine Frau, die wir aus unbekannten Gründen so nennen), dauerte es schon deutlich länger. Aber immerhin bringen solche Einlagen Abwechslung in den Balleralltag, weshalb wir das nicht so kritisch verstanden wissen möchten, wie es im ersten Augenblick vielleicht klingen mag. Ob die mit der „Mutter“ angedeutete Story etwas taugt? Keine Ahnung. Allzu viel erwarten wir diesbezüglich von „Blood and Truth“ aber erst einmal nichts. Klar ist nur, ihr spielt einen Polizisten und legt euch in London mit irgendwelchen Gangstern an.

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