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Bravely Default II - Test / Review

Im Schatten des Grindings

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Nach den beiden gelungenen 3DS-Vorgängern hoffen J-RPG-Fans auf ein ähnlich starkes Seriendebüt des dritten Teils auf der Switch. Tatsächlich bringt "Bravely Default II" einige Vorzüge im Vergleich mit den reinen Handheld-Vorläufern mit, leistet sich jedoch auch teils nervige Schwächen in der Spielbalance. Ist das Abenteuer dennoch eine Empfehlung wert, oder muss es zu viele Federn lassen?

Als gänzlich klassisches J-RPG kam "Bravely Default" noch nie daher. Zwar setzte die im Jahr 2012 gestartete Rollenspielserie auch auf etliche Kerntugenden des Genres, lieferte aber insbesondere mit ihrer titelgebenden Spielmechanik etwas ganz Besonderes, das sie aus der Masse an Konkurrenzprodukten hervorstechen liess. Denn hier wird nicht einfach in Runden mit Schwert und Schild oder Magie gekämpft - die Brave-Mechanik erlaubt es stärker, auf Risiko zu gehen, indem Aktionspunkte im Kampf aus den folgenden Runden geborgt werden können, mit allen Vor- und potenziellen Nachteilen. Diese zusätzliche taktische Komponente ist auch im bis auf Weiteres Switch-exklusiven "Bravely Default II" eine der grössten Stärken der Reihe. Doch wie steht es um Story und Spielwelt? Um Helden und Antagonisten? Und vor allem: Gelingt dem Schöpfer Claytechworks, der dem bisherigen Stammentwickler Silicon Studio nachfolgt, eine ausgeglichene Spielbalance? Diesen und anderen Fragen möchten wir im Folgenden auf den Grund gehen.

Neue Welt, neuer Held

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Anders als der letzte Serienableger "Bravely Second: End Layer" setzt "Bravely Default II" die Story des ersten Teils nicht unmittelbar fort, sondern erzählt eine komplett eigenständige Geschichte mit neuer Welt und neuen Helden. Im Switch-RPG strandet ihr in der Rolle des Protagonisten Seth, dem ihr allerdings auf Wunsch einen eigenen Namen geben dürft, als Schiffbrüchiger am Strand des Inselreichs Excillant, das sich aus verschiedenen Königreichen zusammensetzt. Das Schiff des Seemanns ist nicht zufällig vom tobenden Meer zerstört worden. Verantwortlich dafür ist einer von vier mächtigen Kristallen, die eigentlich das Gleichgewicht der Kräfte gewährleisten sollen. Doch etwas läuft mächtig falsch in Excillant, weshalb die junge Prinzessin Gloria die Kristalle finden und vereinen möchte, um den Niedergang der Welt zu verhindern. Doch mit ihrem in die Jahre gekommenen Beschützer Sir Sloan allein ist das nicht zu erreichen, weshalb sie sich mit Seth, dem vorlauten Gelehrten Elvis und dessen Begleiterin Adele zusammentut. Was Gloria nicht ahnt: Neben ihr sind noch etliche andere Personen auf der Suche nach den Kristallen, die sich deren Kräften bemächtigen wollen.

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