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Call of Duty: Black Ops: Cold War - Special

Was uns der Betatest über das Spiel verrät

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Einen Monat vor dem Launch von "Call of Duty: Black Ops: Cold War" gewährt uns Activision in einer Beta Einblicke darin, wie sich der Mehrspielermodus spielen wird. Die Testphase enthält zwar nur einen Teil der Inhalte, die wir ab dem 13. November 2020 zocken können - konkret ein paar Maps und Modi sowie eine kleine Auswahl des zu erwartenden Waffenarsenals. Dennoch erlauben diese Eindrücke Rückschlüsse darauf, womit wir im fertigen Spiel rechnen können. Wir haben uns auf der PS4 in die Gefechte geworfen und die Beta für euch ausprobiert.

No Time to Die!

Was man als "CoD"-Veteran schon nach wenigen Schusswechseln merkt, ist wohl die veränderte "Time to Kill" (TTK), also die Zeit, die es braucht, um einen anderen Spieler niederzuballern (oder weggepustet zu werden). Entwickler Treyarch hat eine spürbare Veränderung an diesem System vorgenommen - die TTK wurde nämlich hochgesetzt. Bemerkenswerterweise ohne das gewohnt agile "CoD"-Gameplay dabei zu zerstören. Das ist ein Kunststück, denn die Gefechte basieren praktisch darauf, dass in den meisten Duellen derjenige siegt, der zuerst schiesst. An diesem Prinzip ändert zwar diese Anpassung kaum etwas. Allerdings eröffnet die neue TTK ein kleines Zeitfenster, das es flinken Gamern erlaubt, durch gute Bewegungen und präzises Aiming in solchen Scharmützeln Nachteile auszugleichen und doch noch als Sieger hervorzugehen. Im Vergleich zu "Modern Warfare" fühlt sich das Gameplay trotzdem flotter an, was an zwei weiteren Modifikationen liegt:

Screenshot

Waffen lassen sich nicht mehr aufstützen, das sorgt für ein insgesamt flotteres Gameplay

Erstens: Treyarch hat das Mounting abgeschafft. Eine Mechanik, mit der Spieler im Vorgänger "Modern Warfare" ihre Waffen auf Vorsprünge anlehnen. Diese simple Änderung macht den Spielablauf weniger stationär. Man könnte auch sagen: Es wird Campern schwerer gemacht, weil sie sich nicht mehr hinter einer Deckung verschanzen können, um auf leichte Abschüsse zu lauern.

Zweitens: Offenbar ist der Waffenrückstoss deutlich reduziert worden. Insbesondere bei Schrotflinten ist er kaum noch wahrnehmbar - das wirkt sich unmittelbar auf die Trefferrate aus, die zumindest gefühlt (und persönlich) nach oben geschossen ist. Bei Sturmgewehren scheint zeitgleich die Präzision auf höherer Distanz dadurch zugenommen zu haben. Wie in der Alpha kommt das M16 darüber hinaus leicht übermächtig herüber.

Eine spürbare Anpassung hat Treyarch ausserdem bei den Scorestreaks vorgenommen. Sie werden bei einem Tod jetzt nicht mehr vollkommen zurückgesetzt - es dauert höchstens etwas länger, um die Belohnungen freizuschalten. Das hat zwei direkte Auswirkungen auf den Spielablauf. Zum einen kommen auch durchschnittliche Spieler schneller und öfter in den Genuss von Abschussserien-Boni. Wer früher nie oder selten Artillerie-Attacken oder Kampfhelikopter einsetzen konnte, wird das sicherlich begrüssen. Zum anderen kommt es deshalb aber zum Ende eines Matches häufig zum Scorestreak-Spam, weil bei vielen Gamern eben das Punktekonto irgendwann aufgefüllt ist.

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