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Costume Quest 2

Wenn Supermann und Kleopatra die Welt retten

Test JoelK getestet auf Xbox One

Mittlerweile ist es vier Jahre, dass wir in Double Fines Rollenspielabenteuer "Costume Quest" auf die Suche nach Süssigkeiten geschickt wurden. Die Fortsetzung erweitert die Plattformen um die aktuelle Konsolengeneration.

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Wie auch schon im ersten Teil dreht sich das knuddlige Abenteuer der um die beiden Zwillinge Wren und Raynold. Das Spiel lässt uns dabei anfangs die Wahl, ob wir den Bruder oder die Schwester steuern wollen. Am eigentlichen Spielverlauf ändert das allerdings nicht, da der jeweils andere Charakter uns auf unserem Abenteuer begleitet. Passend zur Jahreszeit ziehen wir dann in der Halloweennacht verkleidet um die Häuser, um unsere Papiertüte mit Süssigkeiten zu füllen.

Gleich zu Anfang jedoch verdirbt uns der böse Zahnarzt Dr. White die Freude am Feiertag, indem er Monster aus einer anderen Dimension herbeiruft und mit ihrer Hilfe sowohl Süssigkeiten, als auch Kostüme verbieten will. Bei der Vereitelung dieses Plans kriegen die Kinder Hilfe aus der fernen Zukunft, in der White sein eigenes Imperium gegründet und all seine finsteren Pläne in die Tat umgesetzt hat. Wir reisen also, um das zu verhindern in der Zeit zurück und müssen Aufgaben in verschiedensten Zeitepochen und Regionen der Welt lösen.

Zeitfressende Zeitreisen

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Spielerisch unterscheiden sich diese Aufgaben kaum bis gar nicht. In jeder Epoche, die wir bereisen, müssen wir Süssigkeiten sammeln und dabei ganz nach dem Motto "Süsses oder es gibt Saures" von einem Haus zum anderen ziehen. Nur gelegentlich lockern Nebenaufgaben, die kleinere Rätsel umfassen den monotonen Spielverlauf auf. Auch die Gegner, die sich uns auf unserer Reise in den Weg stellen, sind meist eher Ärgernis als Bedrohung. Das Kampfsystem ist dabei recht simpel gehalten, wurde aber im Vergleich zum ersten Teil deutlich verbessert. Unsere bis zu drei Helden teilen in den rundenbasierten Kämpfen ordentlich aus. Die Fähigkeiten und Angriffe hängen dabei vom Kostüm des jeweiligen Charakters ab, wobei jede Verkleidung ihre eigenen Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Trotz mehrerer lernbarer Attacken und sehr witzig animierten Spezialattacken, kann das Kämpfen auf Dauer nur wenig überzeugen. In der Regel reicht es aus, die Gegnertypen mit ihren jeweligen Schwächen zu kontern. Dieses neue Schere-Stein-Papier-System sollte eine Schwäche des Vorgängers ausmerzen, schafft aber gleichzeitig eine neue: Wer einen Kampf gewinnt steht meistens bereits direkt nach Beginn fest. Trotzdem geht es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Gegner das Zeitliche segnen.

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