Games.ch

Darksiders III - Test / Review (inkl. Video)

In Teilen furios

Test Video Benjamin Braun getestet auf PlayStation 4

Mit dem Niedergang von THQ schien die „Darksiders“-Reihe eigentlich Geschichte zu sein. Der neu firmierte Publisher THQ Nordic lässt nun jedoch die Serie mit einem neuen Reiter der Apokalypse wiederaufleben. Dabei verschreiben sich die Macher bewusst einem Hardcore-Ansatz mitsamt Anleihen von „Dark Souls“. Ob das gut und spielenswert ist, erfahrt in Test und Testvideo.

Als der erste Teil der „Darksiders“-Reihe Anfang 2010 für Xbox 360 und PS3 in den Handel kam, hatten die wenigsten das Spiel ernsthaft auf der Rechnung. Am Ende war es jedoch einer der Überraschungshits des Jahres und zog recht schnell einen Nachfolger nach sich. Insbesondere die Expertise von Comicbuchzeichner Joe Madureira, der zuletzt mit „Battle Chasers: Nightwars“ für Aufsehen sorgte, machte das erste Abenteuer mit dem Krieg als erstem Reiter der Apokalypse zu einem Fest. Sein damaliges Studio Vigil Games gibt es nicht mehr, doch „Darksiders“ lebt. Wir haben den neuen Teil der Reihe, „Darksiders 3“ für euch getestet und verraten euch, ob es mit den Vorgängern mithalten kann.

Reiter ohne Pferd

Nach Krieg und Tod schlüpfen die Spieler in „Darksiders 3“ in die Rolle des Reiterin Fury. Die wird im Auftrag des Feurigen Rates auf die Erde geschickt, um die sieben personifizierten Todsünden von dort zu verbannen. Viel von Menschen hält Fury anfangs nicht, doch das ändert sich im Laufe der gut 15- bis 20-stündigen Story, in der es erwartungsgemäss auch einmal mehr um Verrat, Intrigen und den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle geht. Konkret verschlägt es Fury in die Stadt Haven, die als Schauplatz für „Darksiders 3“ dient. Die einzelnen Teile der Welt sind dabei nahtlos miteinander verbunden, es gibt also keine Ladezonen, so wie es teils in den Vorgängerspielen der Fall war.

Screenshot

Neben von Dämonen überrannten Häuserschluchten zählen auch ein Hafengebiet, eine Metro-Station sowie ein umfangreiches System aus Höhlen oder unterirdischen Grabkammern dazu. All diese Teile hängen nicht nur direkt zusammen, sondern, ein bisschen so wie die Spielwelt von „Dark Souls“ durch clevere Abkürzungen miteinander verbunden. Obgleich Fury einer der Reiter der Apokalypse ist, verzichtet Entwickler Gunfire auf ein Reittier. Die Texaner finden jedoch eine gute Lösung, Furys Gaul Wüter dennoch ins Spiel einzubauen, der keine billige Ausrede für das „gestrichene Feature“ darstellt. Tatsächlich aber würde ein Pferd in Haven auch kaum eingesetzt werden können. Denn in den Gebieten erwarten euch flächendeckend Abgründe und andere Hindernisse, die ihr nur mit List und meist unter dem Einsatz eurer Fähigkeiten überwinden könnt.

Kommentare