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Destiny

Ist es das "Halo 5: Guardians"-MMO?

Vorschau Benjamin Kratsch

"Destiny" im Mega-Preview. Activision hat satte 500 Millionen US-Dollar in Bungies Next-Gen-Debüt namens „Destiny“ gepumpt. Wir haben den MMO-Shooter ausführlich gespielt und beantworten die Frage aller Fragen: Ist das hier wie „Halo“, quasi das MMO zum gerade erst enthüllten "Halo 5: Guardians"? Nur grösser, epischer und mit viel, viel mehr Wummen, Energie-Schwertern und Hoverbikes wie in „Star Wars“? Ausserdem erklären wir euch, warum die unzähligen Rassen in diesem Universum auch jeweils unterschiedliches Equipment benötigen.

Screenshot Es ist die erste Minute in Bungies Next-Gen-Debut „Destiny“. Endlich dürfen wir selbst ran ans Pad, mal richtig ausführlich spielen. Wir tasten uns langsam in der Dunkelheit voran, halten immer unser riesiges Maschinengewehr mit dem schönen Namen „Grave Send“ (der, dich ins Grab schickt) im Anschlag und erblicken plötzlich drei rote Leuchtstreifen in der Finsternis. Was ist das? Langsam scheint sich ein Gesicht zu Formieren, eine Art Stahlmaske. Aus der ragen Schläuche und aus dem Gesicht stossen Hörner nach oben. Alles aus Stahl oder Titan, der wird uns doch wohl nicht angreifen wollen? Wenige Sekunden später fauchen Energiekugeln an uns vorbei und treffen beinahe Pete, der gerade einem anderen Journalisten zeigen wollte, wie das mit dem Tanzen geht.

Screenshot Tanzen? Ja echt. „Destiny“ ist ein waschechtes MMO und in denen dürfen wir nicht erst seit den neuen Basen in „World of Warcraft: Warlords of Draenor“ die Kunst des Hüftschwungs erlernen. Wir können Pete auch winken, müssen dazu nur auf dem D-Pad nach Unten drücken.  Oder mit ihm tanzen, würden wir nicht gerade beschossen. Und würden wir nicht gerade die Grafik bestaunen, denn das hier ist echtes Next-Gen. Wie die LED-Augen des Generals der Fraktion der Fallen die Dunkelheit durchbrechen. Oder wie echt dieses Licht sich anfühlt, das im nächsten Moment unsere kleine Drohne namens Ghost in diese tiefe Bunkeranlage wirft.

Screenshot Die schwebende Flaslight wirft einen richtigen Lichtkegel, der die dunkle Anlage quasi komplett flutet. Aber eben nur auf wenige Meter breit, es ist als würde es einen Glühbirnentunnel in diese finstere Welt sprengen. Schwenkt Ghost, der übrigens manchmal ein bisschen verpeilt ist, öfter versucht lustig zu sein und uns mit einem dicken Grinsen an Claptrap aus „Borderlands“ erinnert, seine Lichtapparatur, dann wandert auch der „Lichttunnel“ weiter. Springt der Fallen-Mann von seiner Brüstung in die Kampfarena, werden Flusen und Staub aufgewirbelt, die so leicht im Licht flackern. Auch die Texturen sind extrem scharf. So entdecken wir beispielsweise Kratzspuren an einer Stahltür, bei denen man genau sehen kann wo das Monster seine Klauen angesetzt und wo es losgelassen hat. Sprich am Ursprungsort ist die Mulde sehr viel tiefer als etwas weiter links. Das sind so kleine Details, die die Welt greifbar machen, uns immer wieder einen Schrecken einjagen und die die „Halo“-Macher von Bungie eben auch einfach auszeichnen.

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