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Deus Ex: Human Revolution

Die ersten 5 Stunden gespielt. Nur ein Wort: Gigantisch

Vorschau Benjamin Kratsch

Nordamerika, Detroit, wir schreiben das Jahr 2027. Die Welt hat sich verändert. Implantate bestimmen nun unser Leben. Nein, gemeint ist nicht Silikon, der Schönheits-Push-Up der USA, sondern Implantate, die tief ins menschliche Gewebe eindringen und seine Benutzer zu halben Robotern werden lassen. Der grösste Nutzniesser dieser Technologie? Sarif Industries, ein Mega-Konzern, der früher vor Allem fürs Militär arbeitete, aber mittlerweile die halbe Welt mit seinen Hightech-Produkten beliefert. Sprinten wie ein Olympiasieger? Kein Problem. Springen wie eine Katze? Na logo. Oder zuschlagen wie Bud Spencer? Die Ingenieure von Sarif Industries hauen rein. Und was hat das alles mit Square Enix Atmosphäre-Knaller „Deus Ex 3“ zu tun? Nun, der Held Adam Jensen ist deren Sicherheitschef.

Adem Jensen – halb Mensch, halb Maschine

Jensen wurde bei einem Überfall der Terrorgruppe Purity First schwer verwundet. Halbtot wurde er damals in die Chirurgie von Sarif Industries eingeliefert und vom Halbtoten zum Halbgott gemacht.
Neue Arme, neue Beine, Panzerung an den Schulterblättern und im Bauchbereich. Dazu ein schickes neues Hightech-Auge das wie eine Megazoom-Kamera funktioniert. Fertig ist der Robocop des 21. Jahrhunderts. Dafür aufgeben musste Jensen einen Grossteil seines frühen Lebens. Seine Erinnerungen an Liebe, Gefühle, Trauer und Schmerz. Er ist nun ein eiskalter Typ, getrieben von Pragmatismus und Effizienz. Square Enix will allerdings nicht nur die Geschichte eines Helden erzählen, nein "Deus Ex“ ist vielmehr ein Action-Thriller, der die Probleme unserer Gesellschaft beleuchtet: Die klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Für die Zukunft heisst das: Wer Geld hat, erkauft sich Karriere bei Sarif Industries. Ein paar Schaltkreise hier und da, schon arbeitet man 30 Prozent schneller. Dort was drehen und da was werkeln, schon flitzen die Finger viel schneller über die Tastatur und steigt die Multitasking-Fähigkeit. Ihr wisst schon, das was Frauen so gut können
Screenshot

Grossangriff auf Sarif Industries

Jensen ist nicht gerade ein normaler Security, mehr eine Ein-Mann-Armee. In der ersten Mission steigen wir direkt in einen Helikopter und an Bord wird die Lage analysiert: Die Terror-Gruppe Purity First hat die Zentrale von Sarif Industries gestürmt und verschanzt sich nun mit Geiseln im Gebäude. Unser Job: Das Gebäude infiltrieren und das Typhoon-System sicherstellen, dass Schockwellen mit verheerender Wirkung entfachen kann. Sollen Menschen sterben oder genügt es, sie zu verhaften? Die Entscheidung fällt nicht etwa wie in "Mass Effect“ über ein Dialogmenü, sondern indem wir uns für verschiedene Waffen entscheiden: Maschinenpistole und Sturmgewehr sind effektiv, aber 100 Prozent tödlich. Elektroschockpistole und Betäubungsgewehr hingegen müssen lange nachladen und sind somit weniger effizient, lassen das Opfer aber leben. Wie würdet ihr entscheiden?

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