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Dishonored

Ausführlich gespielt: Der Herr der Klinge und Lady Boyle

Vorschau Roger

"Dishonored" ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar das wichtigste Spiel des Jahres. Es wird zeigen ob Kreativität noch belohnt wird. Es wird zeigen, ob wir auch in den nächsten Jahren in erster Linie Iterationen von „FIFA“, „Assassin`s Creed“ und „Call of Duty“ testen werden oder ob die Branche neuen Mut schöpft, aus der Linearität ausbricht und neue kreative Marken aufs Schlachtfeld Gamesbranche führt. Ein Schlachtfeld, das selten mit so vielen Tränen getränkt wurde wie dieses Jahr: 38 Studios, Radical Entertainment und zuletzt Sony Liverpool mussten die Tore schliessen. Fragt sich eigentlich nur: Ist „Dishonored“ wirklich so kreativ, innovativ, konsequent im Design und dennoch non-linear wie es alle hoffen? Wir haben Bethesdas Blockbuster ausführlich gespielt!

(von Ryan Southardt  / Benjamin K.)Screenshot

Die Idee von "Deus Ex"

Warren Spector hat mal gesagt: "Es ist nicht der Job eines Designer seinem Spieler vorzuschreiben coole Dinge zu tun, es ist sein Job ihm die Möglichkeiten zu bieten zu entscheiden welche coolen Dinge er tun will". Und genau so funktioniert "Dishonored": Als ich auf den ersten Wachen treffe, öffnet sich per L1-Taste auf der PS3 das Rad des Todes. Hier wähle ich ob er brutal sterben soll oder schnell und schmerzlos. Ich kann ihn abfackeln mit einem brennenden Pfeil. Ich kann ihm einfach meinen Dolch von Hinten in den Rücken rammen. Ich kann Rasiermesser hochwerfen, die Zeit anhalten, sie auf ihn zu feuern und ihn damit zerschneiden. Oder ich lasse ihn leben, teleportiere mich kinderleicht erst auf das Dach linker Hand und dann auf einen Turm um ihn in bester „Assassin`s Creed“-Manier zu umklettern. Ich kann mich sogar in einen Fisch verwandeln und im Wasser durch einen kleinen Abfluss in das schwer bewachte Amüsier-Hotel von Dunwall gelangen. Wobei, erstmal brauche ich Informationen wo sich die Zielperson aufhält.Screenshot

Auf den Spuren von Sherlock Holmes

Hinweise sind der Schlüssel zum Erfolg. Unser Job ist es Informationen zu sammeln, die die Elite von Dunwall belasten die das arme Volk quasi versklavt und ihre Töchter für ihre Lustspiele benutzen. Was die Mission "Lady Boyle" ausmacht, ist das ihr auf eine Kostümparty eindringen und diese Lady Boyle finden müsst. Jeder trägt hier extrem ausgefallene Kostüme, die eine ein Katzendress, ein Mann kleidet sich wie ein Tiger und die drei Schwestern tragen jeweils rote, weisse und gelbe Kostüme. Was "Dishonored" ausmacht ist, dass ihr stets alle Karten in der Hand haltet und wählen könnt: Nehme ich den investigativen Weg? Gehe ich einfach auf die Party, spreche mit allen möglichen Gästen und versuche herauszufinden wo sich Lady Boyle aufhält und wer sie eigentlich ist? Anschliessend machen wir ihr schöne Augen oder versprechen ihr gewisse Geheimnisse zu verraten, schaffen so Vertrauen und können Zeit mit ihr verbringen ohne das ihre Bodyguards uns in ihre Privaträume folgen. Haben wir sie soweit, können wir sie einfach hinterrücks abschlachten oder aber sie auf den Balkon entführen, dann in ihren Körper schlüpfen und uns in ihrer Haut von der Brüstung stürzen.

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