Games.ch

Dragon Quest XI S: Streiter des Schicksals - Test/Review

Eine fantastische Reise

Test Video Benjamin Braun getestet auf Nintendo Switch

Länger als erhofft mussten sich Switch-Besitzer bis zur Umsetzung des neuen Teils der J-RPG-Reihe gedulden. Seit Kurzem dürfen "Dragon Quest"-Fans das neueste Abenteuer der Serie auch auf Nintendos Hybridkonsole angehen und sich in der Definitive Edition über so manche Aufwertung freuen. Ob ihr zugreifen solltet oder nicht, erfahrt ihr in unserem Test inklusive eines Review-Videos.

Mehr als 30 Jahre hat die "Dragon Quest"-Reihe bereits auf dem Buckel und begeistert seither mehrere Generationen von Gamern. "Dragon Quest XI: Streiter des Schicksals" sollte anlässlich des 30. Geburtstags der Reihe im Jahr 2016 erscheinen. Ganz geklappt hat das nicht, erst im Juli 2017 durften sich japanische Spieler auf PS4 und 3DS als Lichtbringer in das neue Abenteuer stürzen, um die Welt vor der Dunkelheit zu bewahren. Im Westen ging es ein Jahr später auf PC und PS4 los. Nun hat auch das Warten der Switch-Besitzer ein Ende. Die bekommen mit "Dragon Quest XI S: Streiter des Schicksals" aber nicht bloss eine Portierung. Stattdessen dürfen nur sie das Werk in gleich zwei Grafikvarianten spielen und sich dabei am orchestral eingespielten Soundtrack erfreuen. Was sich sonst noch in der sogenannten Definitive Edition getan hat und ob ihr zugreifen solltet, erfahrt ihr im Folgenden.

Packendes J-RPG

Screenshot

"Dragon Quest XI" liefert zunächst mal ein gewohnt umfangreiches Rollenspiel-Abenteuer, das euch locker 70 Stunden und mehr beschäftigen wird. Ihr selbst schlüpft in die Rolle eines jungen Mannes, eines Blaublüters, der - als Kleinkind ausgesetzt und bei Zieh-Eltern aufgewachsen - noch nichts von seiner wahren Bestimmung ahnt. Er ist der sogenannte Lichtbringer, der als Einziger die Welt vor dem Dunklen bewahren kann. Nachdem ihr erfahren habt, wer ihr wirklich seid und was es mit eurem Geburtsmal auf sich hat, ist der König jedoch nicht gerade erpicht, als ihr ihn aufsucht. Stattdessen sieht er seine eigene Macht bedroht und steckt euch in den Knast - ihr müsst also ohne seine Hilfe die Welt retten.

Screenshot

Auf euch allein gestellt seid ihr in der Welt, die zwar Open-World-Elemente bietet, jedoch auf einen eher levelartigen Aufbau setzt, allerdings nicht. Stattdessen findet ihr später eine Reihe von Mitstreitern, die euch im Kampf unterstützen und über die die Story im Wesentlichen vorangetrieben wird. Euer eigener Held nämlich bleibt stumm. Die einzelnen Areale, darunter Sumpfgebiete, Wälder und viele weitere, klimatisch unterschiedliche Gegenden, erkundet ihr recht frei. Trefft ihr auf Gegner, wechselt das Spiel in eine Art Rundenmodus, obgleich ihr euch innerhalb der Arena frei bewegen dürft. Dort nutzt ihr Schwerter, Messer, aber auch Magie, um den fantasievollen Wesen oder menschlichen Widersachern den Garaus zu machen und dabei klassisch Erfahrungspunkte sowie Gold zu sammeln.

Screenshot

Bei Stufenaufstiegen verdient ihr Lernpunkte, die ihr für euch und eure Mitstreiter in neue respektive verbesserte Fähigkeiten investiert. Verbesserter Schaden für Zweihandwaffen oder Einhandschwerter? Neue magische Sprüche? "Dragon Quest" legt euch keine allzu grossen Steine in den Weg, kniffliger werden die Kämpfe erst erheblich später. Das System ist jedoch sehr komplex und bringt mit seinen etlichen Händlern, Crafting-Optionen und einem Füllhorn an Ausrüstungsobjekten eine hohe Spieltiefe hinein. Das motiviert letztlich mindestens genauso wie die sympathischen Charaktere und die wendungsreiche Story selbst. Das trifft ebenso auf die bereits zuvor erschienene Version für PC und PS4 zu. Die kürzlich veröffentlichte Switch-Fassung zeigt jedoch eine Reihe von Besonderheiten und neuen Inhalten.

Kommentare